Donnerstag, 19. April 2018, 17:05 Uhr
Wer nich will dieken / de mutt wieken

Stammtisch der Freunde der BSG Brake

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Sturmfluten

Brake Ein Mal im Monat hat die BSG Brake ihren Stammtisch im Anglerheim. Ab und zu ladet der Stammtischvater Ernst Renken Menschen ein, die unsere schöne Wesermarsch beschreiben oder die interessante Dinge des Alltags näher erörtern. Diesmal hatte er Frau Martens aus Burhave eingeladen.
Sie erzählte uns, in einem lebendig gestaltetem Vortrag, ein Thema , zu dem jeder seine eigenen Erinnerungen beitragen konnte:Sturmfluten die regelmäßig die Nordseeküste heimsuchen.
                                                 Beginnend mit den Aufzeichnung im Buch Genesis, wo über die Sindflut berichtet wird, über die verheerenden Fluten, über die berichtet wurde, seit es Aufzeichnungen gibt. Die Pastoren schrieben in den Kirchenbüchern über die zahlreichen Toten, die untergegangenen Dörfer, über Hungersnöte danach. Sie vergaßen nie, diese "Heimsuchung" als eine Strafe Gottes für unzüchtiges Leben, Völlerei, Hurerei und was, seiner Ansicht nach, zu diesen Katastrophen führte.
Die Flut von 1717 veränderte nachhaltig die Küstenlinie vor Butjadingen und Ostfriesland . Die Bemühungen, zunächst der Dänen, später der Grafen von Oldenburg, Geld in den Küstenschutz zu stecken, die Deiche zu erhöhen, führte zu mehr Sicherheit. Aber die Entwicklung der Welt, die Erwärmung des Klimas, führte letztendlich dazu, dass die folgenden Regierungen mehr und immer wieder Gelder für den Deichbau locker machen mußten.
Nach dem Weltkrieg gab es Anton Hullmann, der durch sein Standvermögen und Ausdauer in Hannover den Regierenden das Geld "aus dem Kreutz leierte".
Aus der Zuhörerrunde kamen lebhafte Schilderungen über den "Deichgrafen", seine Auftritte in Hannover sind legendär, seine Marotten ebenso.
Ihm verdankt Butjadingens Küstenlinie sein heutiges, nach etlichen  Sturmfluten inzwischen, geprüftes Profil. Aber auch die folgende Generation der Deichgrafen waren nicht müde, immer wieder um Geld für den Küstenschutz in Hannover vorstellig zu werden.
Aber je nach Couleur der Landesregierungen gab es Verantwortliche (z.B. Griefahn) die ihre Anweisungen durchzusetzen verstanden, sehr zum Verdruß der Anwohner. (die Beiseitigung der Schilfreste am Deichfuß)
Viel zu schnell verging die Zeit mit dem interessanten Vortrag, es hätte wohl noch Stunden weiter gehen können.
Dadurch, dass ein jeder seine Gedanken dazu geben konnte, kamen Themen, wie die Weservertiefung mit seinen Folgen, den Auswirkungen der Fließgeschwindigkeit usw. kaum zur Diskussion.
Ein kurzweiliger Nachmittag, mit einer guten Idee Frau Martens einzuladen.

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