Montag, 10. September 2018, 21:54 Uhr
Flaschenzieher

Kork – seit Ende des 17. Jahrhunderts die Krönung edler Weine

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Weinflaschen öffnen wie die Profis

Edewecht Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts war es noch relativ einfach, eine Flasche Wein zu öffnen. Man zog einfach den Ton- oder Holzstopfen aus dem Flaschenhals und konnte sich an dem vergorenen Rebensaft gütlich tun. Damit war allerdings Schluss, als Winzer den Kork für sich entdeckt hatten und fortan auf die flexiblen Stopfen zum Verschließen der Flaschen setzten. Ein guter Korken tut dem Wein gut, er lässt ihn atmen. Ein schlechter Korken allerdings kann einen Wein im Handumdrehen ruinieren und ungenießbar machen. Allerdings wollen wir hier nicht den Teufel an die Wand malen, sondern uns Schritt für Schritt ansehen, wie etwa die Profis von flaschenzieher.de edle Weine öffnen.


Der ist doch nicht ganz dicht!

Trotz seiner weiten Verbreitung ist der Naturkorken aber nicht unumstritten, bietet er doch im Vergleich zu anderen Verschlussarten vor allem Nachteile. So kann ein Korken trocken und brüchig werden und noch im Flaschenhals zerbröseln. Durch Temperaturschwankungen kann sich ein Korken verziehen, wodurch Luft in die Flasche oder Wein aus der Flasche gelangen kann. Ein Korken ist zudem nicht 100% luftdicht. Selbst hochwertiger Kork enthält feinste Poren, durch die ein Luftaustausch erfolgen kann.

Für große Weine kann diese Porosität allerdings einen großen Vorteil bedeuten, da durch den Luftaustausch eine Mikrooxidation in Gang gesetzt wird, die den Wein sehr schonend reifen lässt. Kaum ein deutscher Premiumwein kommt heute ohne Naturkorken daher.


Präziser Schnitt entlang des Halses

Wenn es darum geht, sich des mehr oder weniger edlen Inhalts der Flasche zu bemächtigen, fängt alles mit der Kapsel an, wie die Schutzhülle am oberen Ende der Flasche genannt wird. Früher diente sie dem Schutz des Korkens vor Schädlingen, während sie heute nur noch dekorative Zwecke erfüllt. Viele Kapseln kommen heute mit einem Streifen zum Aufreißen und Entfernen der Hülle. Fehlt so ein Streifen, sollte man die Kapsel mit einem Messer oder einem Kapselschneider unterhalb der Flaschenöffnung entlang des gesamten Flaschenhalses einschneiden. So lässt sich die Hülle leichter entfernen.


Vor dem Mmmhhh kommt der Plopp

Zum Entkorken stellt man die Flasche am besten auf einen Tisch. Der Korkenzieher muss möglichst mittig angesetzt werden, damit man den Korken so gerade wie möglich herausziehen kann. Zieht man ihn schief heraus, können vor allem längere Korken abbrechen. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass man den Korkenzieher lediglich bis zur Basis des Korkens eindreht. Auf keinen Fall darf der sogenannte Wurm den Korken durchstoßen, da so Korkteile in den Wein fallen können. Nach dem Öffnen noch kurz die Flaschenmündung mit einem sauberen Tuch abwischen und wohl bekomms.

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