Dienstag, 29. Januar 2019, 08:25 Uhr
Garten / Hobbygärtner / Gemüse

Optimaler Boden fürs Gemüsebeet

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Edewecht
Als Kleingärtner in Edewecht kenne ich die Böden in unserer Gegend sehr gut. Was habe ich nicht alles ausprobiert um den optimalen Boden für mein Gemüsebeet zu finden. In diesem Beitrag möchte ich Tipps geben die mir in meinem Garten in Edewecht sehr geholfen haben und so auch anderen Freizeit-Gärtnern helfen können. Frisches Gemüse aus dem eigenen Garten ist eine feine Sache, da es nicht mit Pestiziden belastet ist und viel besser als aus dem Supermarkt schmeckt. Es kommt jedoch auf den richtigen Standort, einen guten Boden und die richtige Pflege an, damit Sie gute Erträge erzielen.

Nicht in jedem Garten ist guter Boden vorhanden, der alles bietet, was das Gemüse braucht. Mit den richtigen Mitteln können Sie den Boden verbessern und für Ihr Gemüse gute Bedingungen schaffen.

Die Vorbereitung im Frühjahr

Bereits im Frühjahr können Sie den Boden vorbereiten, damit das Gemüse rechtzeitig ausgesät oder gepflanzt werden kann. Der Boden kann aufgelockert werden, dazu eignen sich Spaten, Grubber oder Gartenfräse.

Für stark zehrende Pflanzen wie Kohl können Sie den Boden bereits mit Kompost verbessern. Sie können auch Dünger aus dem Gartenmarkt verwenden, um den Boden entsprechend der Gemüsearten anzureichern.

Wie gut sind Erdmischungen?

Im Baumarkt werden Erdmischungen angeboten, beispielsweise Ansaaterde, Pflanzerde oder Tomatenerde. Abgesehen von der Ansaaterde, die noch keine Nährstoffe enthält, sind diese Erdmischungen bereits mit Dünger angereichert, der auf die Pflanzenart abgestimmt ist. Dieser Dünger ist jedoch nach kurzer Zeit verbraucht. Sie sollten das Düngen, wenn die Pflanzen etwas größer sind, nicht vergessen. Tomatenerde ist nicht nur für Tomaten, sondern auch für anderes Fruchtgemüse wie Gurken oder Paprika geeignet. Pflanzerde ist eine Grundlage für viele Pflanzen, doch sollten Sie auf Kompost oder Mist zur Bodenverbesserung nicht verzichten.

Nährstoffreich kann auch Erde vom Grünmüllplatz sein, sie enthält Grünschnitt, der geshreddert wurde und verrottet ist. Häufig ist diese Erde kompostreich, sie ist noch dazu preiswerter als Erdmischungen aus dem Baumarkt. Der Nachteil liegt darin, dass sich in dieser Erde viele Unkrautsamen befinden können.

Die richtigen Gartengeräte für die Bodenbearbeitung

Für die Bodenbearbeitung kommt es auf die richtigen Geräte an. Der Streuwagen dient zum Streuen von Dünger. Mist und Kompost können mit der Schaufel auf die Beete gebracht werden. Der Spaten wird zum Umgraben sowie zum Unterarbeiten von Mist und Kompost verwendet, während der Kultivator mit mehreren Zinken oder der sogenannte Sauzahn mit nur einem Zinken zum Auflockern des Bodens und zum Einarbeiten von Dünger dienen.

Ein universelles Gerät ist die Gartenfräse mit Motor. Sie lockert den Boden auf und arbeitet Dünger, Mist und Kompost ein. Doch darum soll es hier nicht gehen, wer mehr zum Thema Gartengeräten erfahren will kann sich z.B. bei garten-fuchs.org informieren.

Jedem das Seine – für jede Gemüseart der richtige Boden

Die verschiedenen Gemüsearten stellen unterschiedliche Ansprüche an den Boden. Beim Gemüse werden Starkzehrer und Schwachzehrer unterschieden. Starkzehrer benötigen nährstoffreichen Boden und beuten den Boden stark aus wie man auch in diesem Beitrag nachlesen kann.

Alle Kohlsorten sind Starkzehrer, doch besonders anspruchsvoll sind Weißkohl und Wirsingkohl. Der Boden sollte ungefähr 14 Tage, bevor der Kohl gepflanzt wird, mit Mist angereichert werden. Zusätzlich kann ein Volldünger als komplexer Mineraldünger verwendet werden.

Ziehen Sie selbst Ihre Kohlpflanzen heran, können Sie für die Aussaat Ansaaterde verwenden, doch sollten Sie die Pflänzchen rechtzeitig, wenn sich nach den Keimblättern das erste Blattpaar zeigt, in nährstoffreiche Pflanzerde pikieren. Wurzelgemüse wie Radieschen, Rettich, Möhren und Pastinaken stellen geringere Ansprüche an den Boden.

Für sie reicht ein Volldünger aus, der in der gleichen Dosierung wie für Kohl kurz vor der Aussaat in die Erde gebracht werden kann. Zwiebeln mögen überhaupt keinen Mist und keine Jauche; auch für sie reicht ein Volldünger wie für Kohl und Wurzelgemüse aus. 

Hülsenfrüchte wie Erbsen und Bohnen sind Schwachzehrer, sie produzieren in ihren Wurzeln Stickstoff und stellen nur geringe Ansprüche an den Boden. Sie benötigen keinen Volldünger, sondern Kali oder Phosphor reichen völlig aus. Mehr zum Thema Bohnen-Anbau erfahren Sie hier.

Blattgemüse wie Salat oder Spinat benötigen keine besondere Düngung, doch ist Stickstoff geeignet. Überall dort, wo zuvor Hülsenfrüchte angebaut wurden, finden sie die optimalen Bedingungen.

Noch ein paar Worte zur Mischkultur

Die Mischkultur führt zu besseren Erträgen und hilft Ihnen, Dünger zu sparen. Gründünger wie eine Pflanzenmischung liefert für alle Pflanzen eine gute Grundlage. Kohlpflanzen sollten nicht zusammen mit anderen Kreuzblütlern gepflanzt werden. Buschbohnen sind schlechte Nachbarn für Stangenbohnen, während Möhren gute Nachbarn für Zwiebel oder Erdbeeren sind.

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