Dienstag, 31. Juli 2018, 11:16 Uhr
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Wenn die Drohne mit in den Urlaub soll

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Während in Deutschland die Hitzewelle den Menschen zu schaffen macht, genießen viele Urlauber ihre freie Zeit. Immer mehr Touristen wollen ihr Reiseziel mit einer Kamera-Drohne aus einem neuen Blickwinkel kennenlernen. Doch Achtung: Auch im Ausland gelten Regeln beim Einsatz der fliegenden Kameras!

Oldenburg Während in Deutschland die Hitzewelle den Menschen zu schaffen macht, genießen viele Urlauber ihre freie Zeit im Ausland. Immer mehr Touristen wollen ihr Reiseziel mit einer Kamera-Drohne aus einem neuen Blickwinkel kennenlernen. Doch Achtung: Auch im Ausland gibt es viele Regeln beim Einsatz der fliegenden Kameras zu beachten.

Wer mit einer Kamera-Drohne ins Ausland fliegt, muss sich vor der Reise gründlich informieren. Darauf weist das Portal my-road.de nach einer aktuellen Auswertung hin.

So seien in 16 Nationen (u.a. in Kuba und Ägypten) Drohnen für die private Nutzung komplett verboten. In derartigen Staaten müsse man damit rechnen, dass einem die Drohne am Flughafen abgenommen wird und ggf. für immer im Land verbleibt (Marokko). Unter Umständen erfolgen langwierige Befragungen durch die Ordnungsbehörden und das Militär.

Die Länder, in denen ein Drohnen-Verbot vorherrscht, sind jedoch in der Unterzahl. In den meisten Staaten ist das Fliegen von Drohnen erlaubt. Jedoch ist in 61 Nationen vor dem ersten Flug eine Registrierung durchzuführen oder eine Erlaubnis von den Behörden einzuholen. Während die Registrierung in den USA in wenigen Minuten online durchgeführt werden kann und gerade mal 5 US$ kostet, benötigt der Genehmigungsprozess in anderen Ländern eine sehr gründliche Vorbereitung. So muss z.B. in Kroatien eine Fluggenehmigung von mehreren Behörden eingeholt werden. Die erforderlichen Dokumente müssen postalisch nach Zagreb verschickt werden.

Sehr kompliziert ist auch die Rechtslage im beliebten Reiseziel Thailand. Im Land des Lächelns muss neben der Fluggenehmigung von der Luftfahrtbehörde auch die Zustimmung von mehreren Sicherheitsbehörden eingeholt werden. Dieser Prozess kann bis zu sechs Monate Zeit in Anspruch nehmen. Daher lohnt es sich, frühzeitig mit der Recherche über die Regeln im Urlaubsland zu beginnen.

Ob sich die Mitnahme einer Kamera-Drohne überhaupt lohnt, ist stark abhängig von den geplanten Aktivitäten. Denn an vielen Sehenswürdigkeiten dürfen Drohnen mittlerweile nicht mehr eingesetzt werden. Zu den Attraktionen mit Drohnen-Verbot zählen der Taj Mahal, der Eiffelturm, das Kolosseum in Rom, Machu Picchu, Chichén Itzá, die Pyramiden in Gizeh und das Brandenburger Tor.

Darüber hinaus muss auch die Privatsphäre von anderen Personen beachtet werden. Deswegen sind die Einsatzmöglichkeiten von Drohnen während einer Reise bereits stark eingeschränkt. Hilfreiche Informationen zu den lokalen Bedingungen liefert die Smartphone-Anwendung AirMap.

Urlauber, die die regionalen Gesetze auf die leichte Schulter nehmen, müssen mit erheblichen Strafen rechnen. Die Behörden können bei Verstößen in vielen Ländern (z.B. Thailand, Ghana und Südafrika) langjährige Haftstrafen verhängen. Auch Geldstrafen sind möglich, die die Urlaubskasse stark belasten. Bei unseren tschechischen Nachbarn drohen sogar Geldbußen bis zu 185.000 Euro, wenn gegen die Gesetze des Landes verstoßen wird.

Für einen sicheren Flug empfehlen die Autoren der Auswertung, eine Drohnenversicherung abzuschließen, die im Reiseland gültig ist, nicht in der Nähe von Flughäfen zu starten und Drohnen nur mit direktem Sichtkontakt zu bedienen. Außerdem muss das Fluggerät sofort gelandet werden, wenn sich bemannte Flugzeuge oder Helikopter nähern.

Es muss also viel beachtet werden, wenn die Drohne mit in das Ausland genommen wird. Ob dieser Aufwand noch dem Erholungszweck eines Urlaubs dient, muss jeder Hobby-Pilot für sich selbst entscheiden. Eine gründliche Vorbereitung ist jedoch unerlässlich.

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