Samstag, 03. Juni 2017, 10:17 Uhr
Zukunft

Kinder sind doch unsere Zukunft

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Rastede / Bad Zwischenahn / Wildeshausen
 
 

„Überalterung der Gesellschaft“, „Nachwuchssorgen“, „demografisches Problem“; Schlagworte, die uns tagtäglich begegnen und eigentlich schon deutlich machen, wie wichtig die nachfolgenden Generationen, die Kinder von heute, für uns sind. Doch auch ganz unabhängig davon steht qua Naturgesetz fest: Kinder sind unsere Zukunft!

Doch wie geht es unseren Kindern? Fehlende Chancengleichheit und Kinderarmut sind auch in einem hochentwickelten Industriestaat wie Deutschland weit verbreitet.

Ist eine glückliche und unbeschwerte Kindheit ein Privileg? Finden wir uns damit ab, dass Dinge wie Ausflüge zu Fußballspielen oder der Besuch einer Kletterhalle für die einen eine Selbstverständlichkeit und für andere schier unerreichbarer Luxus sind? Diese Frage haben die Mitglieder des Vereins „Kinderlachen Oldenburg e.V.“ für sich ganz klar mit „Nein“ beantwortet.

Es geht nicht darum, die Welt zu ändern oder soziale Ungerechtigkeit auszumerzen, solche Zielsetzungen wären utopisch. Allerdings gelingt es dem Kinderlachen Oldenburg e.V. sehr wohl, die Welt von vielen kleinen Mitmenschen für Stunden zu bereichern.

Mit unglaublichem Engagement der Mitglieder werden Spender akquiriert, Projektpartner gesucht und die Öffentlichkeit informiert. Oft laufen Projekte parallel und schnell wird einem Außenstehenden klar, dass so ein umfangreiches Programm, welches der kleine und erst gut ein Jahr aktive Verein auf die Beine stellt, nur mit unheimlich viel Herzblut realisierbar ist. Der Verein wurde erst im April 2016 gegründet und hat bis heute eine Startphase durchlaufen, von der ein Großteil der Existenzgründer nur träumen kann. Doch war dies weder Glück noch Zufall, sondern ist allein der harten und zeitintensiven Arbeit geschuldet, die insbesondere durch den Vorstandsvorsitzenden Horst Häuser investiert wurde. Dieser setzt sich unermüdlich mit nahezu seiner gesamten Freizeit für das Vorankommen des Vereins ein.

Durch das Engagement der Mitglieder konnte bereits im ersten Jahr eine große Zahl an Projekten äußerst erfolgreich umgesetzt werden. Beispielhaft seien hier die Organisation eines Ausflugs in eine Kletterhalle, zum Fußballspiel, in eine Bäckerei und eine Bonbonmanufaktur inklusive eigener Süßwarenproduktion genannt. Auch wurde ein Ausflug mit Quads sowie eine Weihnachtsfeier mit Geschenken für die Kinder organisiert. Zudem kümmert sich der Verein auch noch um Einzelschicksale wie das von Paula, einem 12-jährigem, schwer kranken Mädchen, welche durch den Einsatz des Vereins endlich eine Perücke und damit ein Stück weibliche Identität und einen neuen Rollstuhl erhielt.

Ziel ist es, „sozial benachteiligten“ Kindern besondere Momente zu schenken. Das tatsächliche Bestehen der Bedürftigkeit wird dabei durch eine enge Kooperation mit dem Kinderschutzbund und  dem DRK geprüft und gewährleistet. Auch Flüchtlingskinder gehören dabei zur Zielgruppe des Vereins. Sie können durch die Beteiligung an den Aktionen zumindest zeitweise wieder eine „normale Kindheit“ erleben. Gleichzeitig wird auf diese Weise, spielerisch und ganz nebenbei, der Integrationsprozess gefördert.

Die Belohnung für die Arbeit und Mühen ist eine Unbeschwertheit, wie sie fast nur Kinder haben, oftmals begleitet von einem phänomenalen „Kinderlachen“…

Kindern, unabhängig von Herkunft und wirtschaftlicher Situation ein Stück Leichtigkeit und „Normalität“ zu schenken, Unterschiede verschwinden zu lassen und ihnen die Freiheit zu geben, Kind sein zu dürfen, diese Ziele verfolgt der Verein „Kinderlachen Oldenburg e.V.“. Kein Kind kann die Umstände seiner Kindheit wählen oder ändern. Hier liegt es in der Verantwortung der Gesellschaft zu unterstützen und zu helfen. Ein so großes und erfolgreiches Engagement sollte honoriert und gefördert werden, um zukünftig noch viele Kinderlachen auf die Gesichter unserer Zukunft zu zaubern.

Spendenkonto: IBAN: DE 81 2805 0100 0091 8801 95      Kennwort: "für ein Kinderlachen"

Weitere Infos: www.kinderlachen-oldenburg.de

 
Text: Janka Fugel

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