Dienstag, 03. September 2019, 13:26 Uhr
KLARE KANTE

Die richtige Entscheidung wird auf den Weg gebracht

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Waldstadion bleibt erhalten - in Langendamm wird neu gebaut.

VAREL / RASTEDE / OLDENBURG Nach einer längeren Beratungszeit, intensiven und oft auch deutlich kontroversen Debatten bis hin zu lautstarken Protesten ist die Frage, auf welchen Plätzen in Varel zukünftig Sport betrieben werden kann, zunächst entschieden.

Das Waldstadion und die angrenzenden Plätze bleiben in der heutigen Form erhalten, sie werden wieder instand gesetzt. Sie stehen weiterhin für den Übungs- und Trainingsbetrieb der Schulen und Vereine, und auch den Freizeitsportlern uneingeschränkt zur Verfügung.

In Langendamm bekommt der Leistungssport eine neue Sportanlage, die insbesondere für die beiden Disziplinen Fußball und Leichtathletik ausgelegt wird. Dieses Vorhaben ist im Planungsausschuss mit großer Mehrheit beschlossen worden. Es gilt als sicher, dass der Rat zustimmen wird.

Die ursprüngliche Planung von Bürgermeister und Verwaltung sah vor, die Sportstätten an der Windallee als Bauland zu verkaufen und mit dem Erlös die neue Anlage in Langendamm zu finanzieren, denn dazu reichen die zugesagten Fördergelder des Bundes allein nicht aus. „Land, zumal Land in bester Lage, ist ein Notgroschen, auf den man nur dann zurückgreifen sollte, wenn man in wirklich großen Schwierigkeiten steckt, sich in einer äußersten Notsituation befindet“, in diesem Sinn kommentierte Ratsherr Karl-Heinz Funke (Zukunft Varel).

Jedoch gibt es keine Garantie dafür, dass diese Planung für eine längere Zeit Bestand hat. Vom Jahr 2021 an müssen wir auf der Hut sein und den Finanzplanern beim Hantieren mit den Positionen der künftigen Haushalte aufmerksam über die Schulter schauen. Zudem könnten bei den anstehenden Wahlen die Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat ins Rutschen kommen, und die Begehrlichkeit nach Baugelände bleibt uns sowieso erhalten.

In der gleichen Sitzung musste über einen weiterführenden Antrag entschieden werden, den die Gruppe G6 zur Abstimmung gestellt hatte. Danach sollte das Sportgelände an der Windallee als primäre Sportstätte aufgegeben werden.

Um es unmissverständlich zu sagen: Es ist ein richtiger politischer Ansatz, für den uneingeschränkten Erhalt der Sportgelände an der Windallee einzutreten.

Ein bedeutsamer Grund, den Antrag der Gruppe G6 abzulehnen, wird aus dem Vertrag abgeleitet, der im Jahr 1959 zwischen der Stadt Varel und dem TuS Varel geschlossen wurde, ein bis auf den heutigen Tag gültiger Vertrag für die Sportstätten an der Windallee – Waldstadion, Schlackenplatz und Deharde-Wiese. Damals waren alle Vareler Sportvereine unter dem Dach des TuS Varel organisiert und somit alle beteiligt.

Mit diesem Vertrag ging die gesamte Sportanlage an der Windallee in den Besitz der Stadt Varel über, die sich im Gegenzug zu einer angemessenen Pflege und einer zukünftig eventuell notwendigen Erweiterung und Entwicklung verpflichtete. Alle Anlagen sollten den Schulen und Vereinen für den Übungs- und Trainingsbetrieb zur Verfügung gestellt werden. Mit dieser Regelung wurde der Sport seit beinahe 60 Jahren in unserer Stadt verwaltet.

Aus diesem Vertrag geht jedoch deutlich hervor, darauf hat Ratsfrau Cornelia Papen (KLARE KANTE) hingewiesen, dass die Stadt Varel sich seinerzeit ausschließlich dazu verpflichtet hat, gleichsam als Schirmherrin des Sports zu wirken – andere Aufgaben hat sie nicht übernommen. Die Aufgabe des Waldstadions als primären Sportbereich könnte diesen Vertrag in Abrede stellen. Das darf nicht passieren!

Cornelia Papen (KLARE KANTE) konnte aus diesem Grund dem Antrag der Gruppe G6 nicht zustimmen.

Der Antrag der Gruppe G6 wurde mit großer Mehrheit abgelehnt.

Wir werden uns dafür einsetzen, dass auch in der weiteren Zukunft unsere Sportstätten an der Windallee im Stadtzentrum von Varel (Waldstadion, Schlackenplatz und Deharde-Wiese) erhalten bleiben und nichts unternommen wird, was den Bestand gefährden könnte. Zusammen mit dem Stadtwald und dem Gelände der Weberei, die ebenfalls nicht angetastet werden sollen, haben wir die Möglichkeit, aufgrund der gesicherten Flächen und den bereits vorhandenen Anregungen des Förderkreises mit den Bürgern und den dort ansässigen Sportvereinen einen Bürgerpark für Varel zu entwickeln.


Cornelia Papen für die KLARE KANTE – Wählergemeinschaft für Varel und Friesland

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