Montag, 17. August 2020, 17:10 Uhr
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Die Sportpolitik des Bürgermeisters

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Sportpolitik in Varel

VAREL / RASTEDE / OLDENBURG Im „Gemeinnützigen“ war kürzlich ein Interview des Bürgermeisters über seine „Visionen“ zur Sportpolitik, sprich: „Sportzentrum in Langendamm“ und umzu zu lesen.

Zunächst muss mit einer Ungenauigkeit aufgeräumt werden. Da sagt er doch: „Wir haben alle inhaltlichen Problemlagen mit den Betroffenen besprochen ……und gelöst“. Das ist sicher nicht richtig, denn z.B. mit dem TuS Varel hat es im Sinne einer Sanierung und Entwicklung der Sportstätten bis jetzt keine Gespräche gegeben und somit kann es auch keine Vereinbarungen zur Nutzung und Entwicklung geben. Aber da sind außer den Mitgliedern des TuS noch mehr Sportler außen vor gelassen worden.

Zu den Sportstätten an der Windallee meint der Bürgermeister, dass ein Verkauf des Waldstadions nun „vom Tisch“ sei. Das ist eine Aussage, die jeden Sportler in der Stadt irritieren muss. In Wahrheit muss es hier immer und ausschließlich um die Gesamtheit der Sportstätten an der Windallee gehen: Waldstadion, Schlackenplatz und Dehardewiese gehören zusammen und können nicht geteilt werden. So ist es in umfassenden Schriftsätzen von Juristen bestätigt worden.

Jedoch, so muss man den Bürgermeister wohl verstehen, an der Windallee soll das Sportareal von einem Förderverein – gemeint sind wohl die „Parkwächter“ - zu einem Bürgerpark umgemodelt werden. Er wolle dazu tatkräftig mithelfen, so sagt er. Wie zu erfahren war, wird sich der Förderverein „Sport im Zentrum“, der die sportlichen Möglichkeiten des TuS Varel bewahren und auf Dauer erhalten will, diesem Ansinnen mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten entgegen stellen.

Um es ganz deutlich zu sagen: Für die Nutzung aller Sportstätten an der Windallee gilt, dass die dort ansässigen Vereine ein uneingeschränktes Nutzungsrecht wahrnehmen. So ist es besichert durch einen wasserdichten Vertrag, der im Jahr 1959 zwischen dem TuS Varel und der Stadt geschlossen wurde. Dieser Vertrag ist bis zum heutigen Tag ohne Abstriche in Kraft. Unter den Sportlern aus Varel war bisher noch keiner zu hören, der an diesem Zustand ernsthaft etwas ändern wollte.

Aus dem Vertrag geht jedoch ebenfalls zweifelsfrei hervor, dass die Stadt Varel die angemessene Pflege und Reparatur der Anlagen verpflichtend übernehmen muss. Dazu gehört auch, dass der Bürgermeister auf die unübersehbare Vernachlässigung der Vertragspflichten seitens der Stadt noch deutlicher hingewiesen wird. Da muss dringend etwas für die Sportler getan werden - früher lief es besser.

In seinem Interview weist der Bürgermeister zur Sanierung der Sportstätten in Varel darauf hin, dass zwei Hallendächer in der Landgemeinde demnächst umfänglich repariert werden sollen – das muss sein! Von den Sportanlagen an der Windallee war nicht die Rede. Wen wundert’s?


Heiko Scheepker

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