Dienstag, 19. Februar 2019, 11:29 Uhr
Die Kraft der Superfoods

Die Kraft der Superfoods

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Jeder hat schon einmal von ihnen gehört und viele haben sie bereits gekauft und probiert

Ukenhausen / Die Kraft der Superfoods Jeder hat schon einmal von ihnen gehört und viele haben sie bereits gekauft und probiert: Superfoods. Die immer stärker umworbenen Lebensmittel können laut Ernährungsexperten ein bisschen mehr als die Dinge, die Verbraucher normalerweise zu sich nehmen. Das Essen mit Gesundheitsversprechen hat allerdings seinen Preis und das besonders, wenn es sich um exotische Lebensmittel handelt, die das Biosiegel tragen. Doch auch diejenigen, die mit einem kleineren Geldbeutel in den Supermarkt gehen, können die Vorteile vieler Superfoods genießen. Mittlerweile ist nämlich bekannt, dass es auch regionale Produkte gibt, die mit Goji-Beeren und Co. ohne Weiteres mithalten können.

Chia- und Leinsamen  

Die aus Mexiko stammenden Chia-Samen dienten schon den Azteken und Mayas als wichtige Nahrungsquelle. Die kraftvollen Samen haben nicht nur einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, sondern auch große Mengen an Calcium, Magnesium, Kupfer, Zink und Eisen. Da lösliche Ballaststoffe in den Samen den Abbau von Kohlenhydraten verlangsamen, liefern sie gerade Sportlern langanhaltende Energie. Chia-Samen sind außerdem eine tolle Alternative zu Müsli oder Brot am Morgen: Werden die Samen über Nacht in Wasser oder Pflanzenmilch eingeweicht, vergrößern sie sich fast um ihre dreifache Größe. Aufgrund ihrer natürlichen gelatinösen Konsistenz eignen sie sich außerdem hervorragend als Basis für Süßspeisen. Sie können ebenfalls zu leckeren pflanzlichen Protein-Shakes hinzugefügt werden, die nicht nur bei Fitnessfreaks beliebt sind, da sie mit ihren hohem Nährstoffgehalt aufmuntern und stärken. Genauso gesund und etwas günstiger sind die heimischen Leinsamen. Zwar sind hier der Geschmack und die Konsistenz etwas anders, jedoch weisen die kleinen braunen Samen sehr ähnliche positive Eigenschaften auf.

Quinoa, Hafer und Hirse

Schon vor 6000 Jahren baute die Urbevölkerung in Bolivien und Peru das sogenannte „Pseudo-Getreide“ Quinoa an. Dieses wird heutzutage vor allem in westlichen Ländern von vielen Gesundheitsbewussten als Getreide-Ersatz verwendet, da es in Wirklichkeit gar kein Getreide ist und deshalb auch kein Gluten enthält. Zudem ist Quinoa reich an hochwertigen Eiweißen, enthält alle neun essentiellen Aminosäuren und einen relativ hohen Eisenanteil. Viele Vegetarier und Veganer, die nebenbei Kraftsport betreiben, schwören auf die kleinen Samen der Quinoa-Pflanze. Eine preisgünstigere und regionale Alternative zu Quinoa ist Hirse. Genau wie die exotische Körnerfrucht enthält das heimische Hirse wertvolles Protein und Eisen und ist zudem frei von Gluten. Auch das altbewährte Hafer zeichnet sich durch einen hohen Proteingehalt und eine gute Verträglichkeit aus. Über Nacht eingeweicht, lässt sich ein Obst-Haferbrei wunderbar verdauen und hält lange satt.

Avocado und Walnüsse

Die birnenförmige Frucht mit dem großen Kern ist ein wahres Zaubermittel. Durch den regelmäßigen Verzehr von Avocados, kann man seinen Cholesterinspiegel senken und somit Herzerkrankungen vorbeugen. Die fetthaltige Frucht versorgt den Körper mit wichtigen Omega-3-Fettsäuren und strotzt nur so vor weiteren Nährstoffen und Antioxidantien wie Folsäure, Magnesium, Kalium und Lutein. Zudem enthält sie Vitamine A, C, D, K und B und ist eine wertvolle Kupfer- und Eisenquelle. Da die Avocado in der Lage ist, Vitamin E zu aktivieren, hat sie ebenfalls positive Auswirkungen auf die menschliche Haut und kann sogar direkt in Form einer sanften Avocado-Gesichtsmaske aufgetragen werden. Sehr ähnliche Vorteile hat auch der Verzehr von regionalen Walnüssen. Diese haben sogar einen höheren Gehalt an einfach gesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren und sind zudem lange lagerfähig. Die Nüsse mit der harten Schale wachsen in Deutschland und sind um einiges preisgünstiger, als ihr großer grüner Freund.

Goji-Beeren, Schwarze Johannisbeeren und Sanddorn

Schon lange zählt die Goji-Beere zu den gesündesten Früchten der Welt, und das aus gutem Grund: Die kleinen Beeren enthalten eine sehr große Menge an wichtigen Nährstoffen und Antioxidantien und verleihen dem menschlichen Körper Kraft und Energie. Die Bocksdornfrucht, die auch unter dem Namen Wolfsbeere bekannt ist, kommt aus China und der Mongolei und wird schon lange im Rahmen der traditionellen chinesischen Medizin als potentes Heilmittel eingesetzt. Die kleine Beere enthält viele Mineralien, Spurenelemente und Vitamine. Ihre antioxidativen Stoffe wirken sich positiv auf das Immunsystem und auf chronische Entzündungen aus. In Asien wird die Goji-Beere daher bei Asthma, Allergien und chronischen Schmerzzuständen eingesetzt. Heimische Varianten der Wunderbeere sind die schwarze Johannisbeere oder Sanddorn-Beere. Beide haben einen hohen Vitamin-C-Gehalt, bauen das Immunsystem auf und sind zudem deutlich preiswerter.

Menschen, die beim Lebensmittelkauf Geld sparen möchten, aber trotzdem nicht auf die kraftvollen Superfoods verzichten wollen, greifen zu den regionalen Alternativen. Denn eins steht mittlerweile fest: Heimische Superfoods sind genauso gesund wie ihre exotischen Verwandten. Gesundheitsbewusste achten auf die jeweilige Saison und stellen sich so eine bunte und abwechslungsreiche Superfoods-Mischung zusammen.

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