Donnerstag, 18. Januar 2018, 00:26 Uhr
Benthullener Moor

Drittes Fahrverbot: Wir marschieren durchs Benthullener Moor

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Benthullen / Harbern II Das selbst auferlegte Fahrverbot für die Monate Januar und Februar wird eingehalten – wir marschieren! Es hätte uns wettermäßig zu dieser Jahreszeit nicht besser treffen können: Sonnenschein, Windstille und Plus-Grade! Einfach ideal für eine Wanderung durch das Benthullener Moor, zu der hier ein vor achzig Jahren geborener Benthullener und Organisator uns eingeladen hat.

Ausgestattet mit festem Schuhwerk starten wir von seinem Hof. Nur kurz marschieren wir auf der asphaltierten Straße und es geht rechts ab in die Walachei. Wir erfahren, wie beschwerlich die Ansiedlung in den 30er Jahren gewesen ist. Die zugewiesenen Hektar-Flächen, eine Grundlage für eine Bauerschaft, mussten erst einmal kultiviert werden.

Ein Hauch eines Urwaldes durch überwiegend liegendes Gehölz begleitet uns bis zu einer riesigen Lichtung. Hier wird Torf abgetragen, der in der Vergangenheit über Jahrhunderte ein wichtiger Energierträger gewesen ist. Diesen Weitblick halten wir mit einem Foto fest. Eine Anschauungstafel verdeutlicht die Entstehung und künftige Erhaltung dieser Moorflächen.

Wir stoßen auf einen landwirtschaftlichen Weg und halten uns rechts. Wieder legen wir eine Pause ein und erfahren u. a. Wissenswertes dieser Nutzflächen. Immer wieder wird dieser schöne Tag erwähnt, zu ungewöhnlich im Januar. Selbst die Maulwürfe sind aktiv und fördern frische Erde an die Erdoberfläche. Wir verlassen diesen Weg und biegen rechts ab und erreichen nach einigen hundert Metern ein feuchtes Areal – Natur pur!

Wir „eiern“ über die erhabenen Grassoden, auch genannt im Plattdeutschen als Hullen. Hinter der Bezeichnung Beent verbirgt sich eine Sumpf-Graspflanze und so soll aus dieser Wortzusammführung der Ortsname Benthullen entstanden sein. Es ist eine Augenweide und halten dieses Panorama wieder fest mit einem Gruppenbild. Wir stolpern weiter bis zu einem abgesenkten Entwässerungsgraben. Nach dem Überqueren eines Behelfsstegs befinden wir uns auf dem kultivierten Weideland mit einem Weitblick zu den Bauerschaften. Wir erreichen etwas erschöpft den Ortskern und besichtigen neben unserem Ausgangspunkt noch einen landwirtschaftlichen Hof mit 150 Kühen, ausgestattet mit einer modernen Melktechnik.

Danach werden wir vom Exkursionsleiter in seine gute Stube gebeten, natürlich nur mit gewechseltem Schuhwerk. Es wird eine heiße Suppe gereicht mit belegten Brötchen und lassen mitunter noch vieles Revue passieren. Es wird richtig gemütlich und die Stunden vergehen, so dass sich die Sonne zu allererst verabschiedet hat.

Es ist eine interessante Wanderung gewesen und wir bedanken uns herzlich für den gemütlichen Nachmittag und Bewirtung.

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