Donnerstag, 08. März 2018, 10:27 Uhr
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Kurioses zum Schnarchen – 3 Antworten auf Fragen

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Kurioses zum Schnarchen – 3 Antworten auf Fragen, die Sie nie zu stellen wagten

Hamberg Schnarchen ist eine unheimliche Plage, sowohl für die Schnarcher, bei denen es oft von ernsthaften gesundheitlichen Problemen kündet, als auch für die Partner, Mitbewohner usw., die diesen Lärm jede Nacht ertragen müssen.

Wir wollen uns aber im folgenden Artikel einmal nicht der medizinischen Seite dieses Problems widmen, sondern die Sache etwas entspannter angehen. Vielleicht helfen Ihnen die folgenden Kuriosa, die Sache mit Humor zu sehen.

Warum werden eigentlich immer nur die anderen vom Schnarchen wach?

Schnarchen kann einen schon den Schlaf rauben. Außer natürlich, man schnarcht selber. Die Frage stellt sich natürlich, warum das so ist. Die Antwort auf diese Frage liegt in unserer Wahrnehmung, genauer gesagt den Filtern, die Sinneseindrücke im Gehirn durchlaufen. Und die sind nun einmal darauf ausgelegt, alles, was vom eigenen Körper ausgeht, auszublenden, weil es als nicht bedrohlich empfunden wird, und weil es so selbstverständlich ist, dass es nicht mehr beachtet werden muss.

Sie müssen sich das vorstellen wie der Pförtner bei Ihnen auf der Arbeit, der nicht mehr nach Ihrem Ausweis fragt, weil er Sie schon kennt und Sie einfach durchwinkt. Aus demselben Grund nehmen Sie auch selbst nicht wahr, wenn Sie schlecht riechen. An alles, was nämlich von außen eindringt, können sich die Sinne wesentlich schwieriger anpassen.
(http://www.rp-online.de/panorama/wissen/warum-hoeren-wir-unser-eigenes-schnarchen-nicht-aid-1.2280709)

Wie laut ist Schnarchen eigentlich?

Das durchschnittliche Otto Normalschnarchen bringt es auf gerade einmal 21 Dezibel. Das ist nicht lauter als ein leichter Wind oder das Rascheln von Blättern. Dass Schnarchen im Volksmund aber oft als „Sägen“ bezeichnet wird, hat seine Gründe. Sehr lautes Schnarchen bringt es auf 70 bis 80 Dezibel, also die Lautstärke eines Rasenmähers.

Beim lautesten, jemals gemessenen Schnarchen, das es auch ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft hat, wurden sogar stolze 111 Dezibel gemessen. Das ist ungefähr so laut wie ein Düsenflugzeug im Tiefflug, und bei dauerhafter Belastung reicht dieser Pegel locker aus, um das Gehör zu schädigen. Ohrenstöpsel sind also in manchen Fällen durchaus angebracht.
(https://www.berliner-kurier.de/jenny-chapman-saegt-mit-111-dezibel-schnarch--das-lauteste-ehebett-der-welt-21572156)

Ein Anwalt kann teilweise auch nicht schaden. Es sind tatsächlich Fälle bekannt, in denen es wegen lauten Schnarchens zu Wohnungskündigungen und Scheidungen kam. Schnarcher leben also gefährlicher, als sie glauben.

Seit wann wird Schnarchen eigentlich als Problem betrachtet?

Man könnte meinen, das Schnarchen hätte im Laufe der Jahrhunderte schon so einige genervte Mitbewohner und gequälte Ohren auf dem Gewissen. Wahrscheinlich hat es das auch, aber interessanterweise wird dieser urmenschliche Laut erst seit Kurzem überhaupt als Problem betrachtet, oder besser gesagt, als solches benannt.

Die erste wissenschaftliche Abhandlung über das Thema stammt aus dem Jahre 1745 und wurde als Doktorarbeit an der Universität Halle-Magdeburg eingereicht. Bis dieses Thema aber zum ersten Mal Thema einer breiten Öffentlichkeit wurde, dauerte es noch über 100 Jahre. Tatsächlich stammt die erste Karikatur zum Thema aus dem Jahre 1887 (!). Wiederum erst seit den 1980ern gibt es einheitliche, medizinische Diagnosekriterien für krankhaftes Schnarchen.

Warum es so lange dauerte, bis der nächtliche Lärm thematisiert wurde, kann nicht ganz geklärt werden. Neben möglicherweise kulturell bedingten Tabus, weil das, was im Bett eines Menschen geschieht, andere nichts angeht, bzw. deren Schwinden könnte die Thematisierung aber auch einfach damit zu tun haben, dass eine der Hauptursachen fürs Schnarchen seitdem immer häufiger geworden ist: die Rede ist von Übergewicht.

Seither hat es jedenfalls eine Vielzahl von Versuchen gegeben, diesem Problem Herr zu werden. Wer sie alle bewundern möchte, kann dies im weltweit einzigen Schnarchmuseum in Alfeld-Langenholzen tun. Neben Kuriosa wie um den Körper gebundene Kanonenkugeln und Kinnbinden finden sich dort auch modernere und wissenschaftlich geprüfte Behandlungsmittel, darunter auch die patentierte und bewährte Schnarchschiene.

Für die brauchen Sie sogar gar nicht direkt ins Museum zu fahren. Sie ist nämlich auch übers Internet erhältlich, unter https://antischnarchmeister.de/.

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