Freitag, 17. September 2021, 18:23 Uhr
Radschrauben / wichtigste / Radmuttern

Alufelgen Einpresstiefe, PCD, Plus-Sizing und Up-Stepping

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Breddewarden Was bedeutet Einpresstiefe?

Die Einpresstiefe ist normalerweise in das Rad eingestanzt oder eingraviert und wird in Millimetern ET gemessen: ET ist die Kurzform des deutschen Wortes Einpresstiefe, was übersetzt Einpresstiefe bedeutet.

Die Einpresstiefe ist der Abstand zwischen der Nabenbefestigungsfläche auf der Rückseite des Rades und der Mittellinie des Rades.

Bei Rädern mit negativer Einpresstiefe ist die Montagefläche zur Rückseite des Rades gerichtet - leistungsstarke Autos mit Hinterradantrieb haben oft Räder mit negativer Einpresstiefe.

Bei Rädern mit Null-Einpresstiefe liegt die Montagefläche auf gleicher Höhe mit der Mittellinie des Rades und ist per Definition ET0.

Bei Rädern mit positiver Einpresstiefe ist die Montagefläche zur Vorderseite des Rades gerichtet. Fahrzeuge mit Vorderradantrieb haben in der Regel Räder mit positiver ET. Die Volkswagen-Räder aus den Achtzigern und Neunzigern haben in der Regel ET38.

Was bedeutet PCD?

PCD steht für pitch circle diameter (Teilkreisdurchmesser) und ist der Durchmesser eines Kreises, der durch den Mittelpunkt der Schraubenlöcher Ihres Rades gezogen wird. Der Teilkreisdurchmesser wird in Millimetern gemessen und gibt auch die Anzahl der Bolzen an, die das Rad hat. Volkswagen-Leichtmetallfelgen haben in der Regel entweder 4x100: d.h. 4 Bolzenlöcher, die durch die Mitte eines imaginären 100-mm-Kreises gebohrt sind, oder 5x100: für VR6, GTis und MK4.

Was bedeutet Mittelbohrung?

Die Mittelbohrung eines Leichtmetallrads ist die Größe des Lochs auf der Rückseite des Rads, in das die Nabe passt. Damit die Räder richtig sitzen, muss diese Bohrung genau auf die Größe der Nabe abgestimmt sein.

Die meisten modernen Räder sind so genannte nabenzentrische Räder. Das bedeutet, dass die Nabe, die aus dem Auto herausragt und mit dem entsprechend großen Loch auf der Rückseite des Rades zusammenpasst, tragend ist. Die Bolzen halten das Rad lediglich auf der Nabe fest.

Wenn Sie Räder mit Zentrieraugen haben, ist der Zustand Ihrer Stehbolzen oder Schrauben wichtiger - ersetzen Sie diese von Zeit zu Zeit und ziehen Sie die Räder immer zu 3/4 vom Auto ab, um sicherzustellen, dass sie zentriert sind.

Was bedeuten Plus-Sizing und Up-Stepping?

Plus-Sizing oder Up-Stepping sind zwei Begriffe für die Vergrößerung des Durchmessers Ihrer Räder bei gleichzeitiger Verringerung des Reifenprofils, um den Gesamtrollradius gleich zu halten.

Vorteile

Plus-Sizing wird das Fahrverhalten Ihres Autos verbessern! Mit jedem Schritt verringert sich das Verhältnis von flexibler Reifenflanke zu steifer Legierung. Dies verbessert das Ansprechverhalten, trägt dazu bei, dass die Lauffläche des Reifens rechtwinklig zur Straße steht, und verbessert das Feedback Ihres Fahrzeugs. Wenn Sie es richtig machen, bleiben Geschwindigkeit und Kilometerstand erhalten und das Auto sieht besser aus.

Nachteile

Oft sind die Zollmaße der Reifen geringer als die der Räder. Ein Plus an Reifengröße kann Ihr gesamtes Rad/Reifen-Paket schwerer machen. Eine Verringerung des Reifenprofils führt auch zu einer Verringerung des Dämpfungsverhaltens des Fahrzeugs beim Einfedern, wodurch sich die Fahrqualität verschlechtert. Weitere Nachteile können sein, dass Sie teurere Reifen brauchen, dass Ihre Bremsen unterdimensioniert aussehen und dass die Omas anderer Leute lachen und Ihr Auto einen Buggy nennen.

Sie haben die Alufelgen und was nun?

Bevor Sie irgendetwas tun, sollten Sie sich vergewissern, dass Sie die richtige Art von Schrauben haben - Schrauben und Bolzen haben verschiedene Durchmesser, Gewinde und Einstellungen, Ihr Radlieferant sollte Sie dazu beraten können. Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie die 4 Kunststoffzapfenringe haben, die die Schnittstelle zwischen Rad und Nabe bilden.

Als Nächstes müssen Sie Ihr Auto aufbocken. Verwenden Sie dazu unbedingt Achsständer, legen Sie Unterlegkeile unter die Räder, die noch Bodenkontakt haben, und ziehen Sie die Feststellbremse an. Halten Sie ein Rad an das Auto und prüfen Sie, ob die Schraubenlöcher übereinstimmen, ob das Rad richtig auf der Nabe sitzt und ob Radkasten, Federbein und Bremssattel frei sind. Wenn Sie Ihre Bremsen aufgerüstet haben, lassen Sie sich unbedingt beraten und messen Sie alles gründlich aus, bevor Sie bestellen.

Die Radschrauben oder -muttern müssen mit dem vom Hersteller angegebenen Drehmoment angezogen werden. Radschrauben ist das wichtigste dann Radmuttern. Ziehen Sie sie nach etwa 100 Meilen erneut an, da sie sich leicht zusammenziehen. Ziehen Sie sie immer fester an, bis sie zu 3/4 angezogen sind, und senken Sie das Auto ab, um den Vorgang abzuschließen.

Pflegen Sie Ihre Alufelgen

Jeder, der in den letzten 10 Jahren einen Autohändler betreten hat, wird Ihnen sagen, dass es auf dem Markt eine riesige Auswahl an speziellen Felgenreinigern gibt, die Ihnen die Reinigung Ihrer neuen Felgen etwas erleichtern sollen.

Bevor Sie Ihre Felgen montieren, sollten Sie sie mehrmals mit einer hochwertigen Autopolitur für Vorder- und Rückseite behandeln. So können Sie verhindern, dass sich Streusalz, Bremsstaub und Schmutz bei der ersten Benutzung auf der Oberfläche festsetzen. Behandeln Sie die Oberfläche Ihrer Felgen genauso gut, wenn nicht sogar besser, als Ihre Lackierung. Denken Sie daran, dass Sie ein kleines Vermögen für Ihre Felgen ausgegeben haben und dass sie den härtesten Bedingungen ausgesetzt sind, denen ein Fahrzeugteil ausgesetzt sein kann!

Waschen Sie die Felgen häufig mit einer milden, warmen Seifenlauge, und denken Sie daran, den losen Schleifstaub vorher abzuspritzen. Dies ist der beste Weg, um die Räder sauber zu halten. Verwenden Sie keine Scheuermittel, elektrische Schwabbelscheiben oder Drahtwollpads für Ihre Räder. Wenn möglich, lassen Sie Ihre Räder abkühlen, bevor Sie sie reinigen, und halten Sie sich stets von Radreinigungsanlagen fern.

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