Dienstag, 22. September 2009, 16:58 Uhr
Ellernfest / Bauhof / Kosten

Umgang mit ehrenamtlichen Kleingruppen

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Rasteder Bauhof verlangt hohe Gebühren von ehrenamtlich Tätigen

Rastede Jedes Jahr freue ich mich sehr darauf, am Sonntagnachmittag des Ellernfestes über den umfunktionierten Turnierplatz zu spazieren und hier und da einen Stand aufzusuchen. Das gelang mir auch 2009 anfangs, bis es mir irgendwann durch den Kopf ging: Da war doch sonst noch mehr! Wo kann ich denn im Jubiläumsjahr mit etwas Würfelglück einen Räucheraal erstehen? Wo sind die freundlichen Damen und Herren aus dem EineWeltLaden mit den schönen bunten Artikeln aus Übersee? Dann traf ich unter einem Partyzelt doch noch bekannte Gesichter der Kindernothilfe. Bei Ihnen konnte ich mir wenigstens gegen eine Spende eine leckere Marmelade aussuchen. In der kleinen Unterhaltung bekam ich sodann eine aufschlussreiche Erklärung für das Fehlen der genannten Stände und eventueller weiterer Aktivitäten in den festen Holzhütten: Der Bauhof habe erstmals für das Anliefern und Aufstellen einen Betrag von unglaublichen 400 ? gefordert. Dieses sei ein immenser Kostenfaktor, der bei bestem Willen nicht auszugleichen ist, hörte ich. In einem Partyzelt, das die Frauen der Kindernothilfe dieses Mal leihweise einsetzen konnten, lassen sich Gegenstände über Nacht nicht gesichert verstauen. Also musste auch hierzu eine aufwendige Ausweichlösung her. Als ich solches vernahm, war ich doch sehr verwundert. Ja ich konnte den Frust sehr gut verstehen. Berechtigterweise loben unsere politischen Repräsentanten aus der Gemeinde bei jeder sich passenden und wählerwirksamen Gelegenheit den uneigennützigen Einsatz von Vereinen und Gruppierungen. Aber warum ist dann die Verwaltung als Eigentümerin der Hütten nicht so flexibel, ehrenamtlichen Kleingruppen im wahrsten Sinne des Wortes unter die Arme zu greifen? Diese haben nicht immer handwerkliches Geschick und Traktoren mit Anhänger für einen Transport im eigenen Mitgliederkreis zur Verfügung. Warum lässt man diese belebenden Initiativen ins Leere laufen, ja wehrt sie mit Höchstbeträgen ab? Warum wird auf diese Art und Weise das bunte Bild auf dem Ellernfest gerade im Jubiläumsjahr blasser? Schliesslich rühmt sich Rastede gern einer landesweit spitzenmäßigen Kassenlage. Da muss ein gewisses Maß an Großzügigkeit doch drin sein. Mir fiel dieses Jahr auf, dass besonders die Umgebung des Festplatzes sehr von Getränke- und Bierständen geprägt war und die kleinen Holzhütten fehlten. Ich habe die Hoffnung, dass unsere politischen Vertreter bzw. die Ellernfestorganisatoren sich für eine deutliche Nachbesserung in der Gebührenfrage einsetzen.

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