Kuriose Feststellung nach Fällung einer vom Blitz getroffenen Eiche
Über 200jährige Eiche ausgebrannt
Tange
In einer Sommernacht des letzten Jahres wurden Helga und Helmut Reil in Tange durch einen sehr nahen Blitzeinschlag eines starken Gewitters geweckt. Obwohl ein Brandgeruch in der Luft lag, war kein Brandherd zu finden. Erst am nächsten Tag stellten sie fest, wo der Blitz eingeschlagen war. Eine wohl 200jährige Eiche war zum zweiten Mal in ihrem langen Leben von einem Blitz getroffen worden und brannte von innen. Helmut Reil versuchte mit einem Gartenschlauch den Brand innerhalb des Baumes zu löschen. Er bohrte dafür ein kleines Loch in die vom Blitz eingerissene Rinde und löschte von dort aus mit dem Schlauch. Dieses Loch ergab dann eine Sogwirkung wie in einem Kamin. Von unten wurde das Feuer durch ein eingebranntes Loch nahe den Wurzeln zusätzlich angefacht. Irgendwann glaubte er dann das Feuer gelöscht zu haben und ließ sicherheitshalber den Wasserschlauch in dem Baum. Am nächsten Tag war dieser dann auch am Ende verbrannt. Doch das Feuer war erloschen. Zwei Tage hatte der Baum gebrannt.
Der Baum behielt weiterhin seine Blätter bis zum Herbst, hörte sich aber beim Anklopfen sehr hohl an. So wurde er in der vergangenen Woche gefällt. Was dann zum Vorschein kam ist schon kurios. Der Baum, von einem Durchmesser von 1,10 Meter, ist bis zu einer Höhe von über 2,50 Meter vollkommen ausgebrannt. Nur eine 10 Zentimeter dicke Außenrinde ist noch unversehrt. Am oberen Ende des ausgebrannten Teils haben Wespen zudem im vergangenen Sommer noch ihr Nest erbaut.
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