Montag, 24. Oktober 2011, 18:19 Uhr
Schule und Freizeit

Weiterbildung

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als Schülerin und als Oma

Rastede Seit September dieses Jahres gehe ich wieder zur Schule. Nach etlichen Arbeitsjahren in meinem erlernten Beruf  möchte ich noch einmal neue Wege gehen. Morgens um acht Uhr ist Unterrichtsbeginn. Es klingelt wie früher zur Pause, das Butterbrot wird auf dem Pausenhof verschlungen und um fünfzehn Uhr ist Schulschluss. Auch Hausaufgaben stehen auf der Tagesordnung. Mit einem ersten „Sehr gut“ in einer Lernzielkontrolle, habe ich vor meinen Enkelkindern furchtbar angegeben.
Viel Privates bleibt jedoch auf der Strecke, aber an diesem Wochenende nahm ich mir Zeit für die „Oma“, die ich ja nun einmal bin. So fuhr ich am Freitagabend mit meinem jüngsten Enkelkind einkaufen. Felina:“ Du Oma, wo fahren wir noch hin?“ „ In den Supermarkt.“ „ Ach,  habe ich schon wieder vergessen.“ „ Du musst ja nicht fahren“, antwortete ich. Felina: „ Mama muss auch immer fahren, ich möchte keine Mama sein.“ „ Warum nicht?“ Mein Enkelkind:“ Ich will später nicht so gerne Autofahren. Ich werde Tante, Tanten müssen nämlich nicht Autofahren.“ Ich lächelte um dieser Weisheit und ersparte mir die Erklärung.
Wieder daheim gab es zum Abendbrot unter anderem Vollkornbrot belegt mit Schinken.„ Oma, was ist das auf dem Brot?“ Meine nicht gründlich überdachte Antwort:“ Schinken vom toten Schwein.“ Aus den Augenwinkeln sah ich Felina unlustig am Brot knabbern. „ Oma?“ „ Ja?“ „ Ich mag keine toten Tiere, ich möchte lieber Sauerkirschmarmelade.“
In null- Komma- nix hatte ich mein Enkelkind zum Vegetarier gemacht.

Am Samstag war Enkelkind Nummer zwei, eigentlich die Nummer eins, da einige Jahre älter,auf „Oma Besuch“. Wir vertrieben uns die Zeit mit Personen raten. Millane musste sich einen Verwandten oder Bekannten aus der Familie aussuchen und ich musste durch Fragen herausfinden, um welche Person es sich handelt. Meine erste Frage: „Ist dieser Mensch eine Frau?“ „Ja.“ „ Hat sie dunkle Haare?“ „Ja.“ „ Ist sie verheiratet?“ „Ja.“ „Ist sie jünger als ich?“ „Nein.“ „Hat sie einen Führerschein?“ Mein Enkelkind: „Hatte sie mal, bis sie ein Huhn überfahren hat.“ Ich: „ Aber deswegen wird einem doch nicht der Führerschein entzogen.“ Millane: „ Meine andere Oma kommt aus Russland, das weißt du doch. Da ist das anders.“ „Das weiß ich und wieso ist das da anders?“ Todernst antwortete mein Enkelkind: „Da werden die Hühner gegessen und nicht überfahren“. 
Na, wenigstens wusste ich jetzt, um welche Person es sich handelt!

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