Sonntag, 07. Dezember 2014, 19:49 Uhr
Vareler Papierkorb

Großfeuer vernichtete familiäre Sägerei in Varels Nachbarortschaft.

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1939 waren die Holzlagerschuppen sowie das Maschinenhaus ein Raub der Flammen geworden. Diekmannshausen ohne Licht.

Jade Am Abend des 26.7.1939 um 23 Uhr, brach in einen großen mit modernsten Holzverarbeitungsmaschinen eingerichtete Maschinenhaus der bekannten Firma Gebrüder Diekmann ein Feuer aus. Es breitete sich rasant Schnell aus, und verwüstete somit auch einen angrenzenden Holzschuppen der für die Lagerung für Holzvorräten diente. Im Dorf Diekmannshausen war schon fast alles zur Ruhe gegangen, als plötzlich jemand von der Seite der Eisenbahnstation, die direkt an den Betrieb stieß, aufsteigender Rauch bemerkt hatte. Sofort wurde Alarm geschlagen, jedoch hatte sich das ausgebrochene Feuer schon mit elemtarer Gewalt über das gesamte Maschinenhaus und den angrenzenden Lagerschuppen ausgebreitet. Der von der Reise heimkehrende Firmenchef Wilhelm Diekmann veranlaßte sofort eine Alarmierung der naheliegenden Feuerwehren. Als erste traf die Schweiburger Wehr ein, die jedoch völlig machtlos war. Somit mussten alle Feuerwehrlöschzüge aus der weiteren näheren Umgebung zur Unterstützung dazu gerufen werden. Löschzüge aus Jade, Jaderberg, Hahn, Varel-Stadt und die drei Wehren der Vareler Landgemeinden waren binnen kurzer Zeit  in Diekmannshausen eingetroffen. Weiter trafen auch die drei Feuerwehren der Gemeinde Friesische Wehde ein, da sich der Feuerball auch auf die weiteren Holzschuppen ausdehnen zu schien. Schließlich musste auch nötig die Werftfeuerwehr aus Wilhemshaven eingreifen. Mit vereinten Kräften wurden die Wasserversorgungen, die zum Teil weither erfolgen mußten, gemeinschaftlich Hand in Hand hergestellt. Mit der vereinter harte Zusammenarbeit konnte das furchtbare Feuer eingegrenzt werden.
Dennoch mussten die gewaltige Gebäudekomplexe mit den großen Holzvorräten, sowie auch solche die vor den Gebäuden lagerten, sich völlig die Feuerwalze hingeben.
Die insgesamten 17 der besten Holzverarbeitungsmaschinen im Wert von RM 16.000.- wurden ebenfalls völlig zerstört. Die Firma Gebrüder hatten ein solch ähnlichen Brand bereits im Jahr 1907 schon mal mit erlebt. Aber der erste Großbrand hatte längst nicht dieses Ausmaß.
1939 war das gesamte Dorf Diekmannshausen Infolge des Großbrandes, ohne Licht und Strom. Die Firma Diekmann versorgte das Dorf mit der Elektrizität, da aber das Kesselhaus und das Dynamohaus ein Opfer der Raub der Flammen wurden, stand Diekmannshausen in Nu in Dunkeln. Der Schaden war auch hinsichtlich der Holzknappheit und der Vernichtung wertvoller Holzsorten ein heftiger Rückschlag der Familie Diekmann aus Diekmannshausen.
Tagelang stieg nach dem Brand noch Rauch auf. Es war ein schweres Unterfangen für die so wichtigen Aufräumarbeiten. Dennoch hatte die Sägerei auch Glück gehabt, denn in der Nacht des Brandes war es völlig windstill. So blieben weitere Holzlager und die Kistenfrabrikation, sowie die Bautischlerei vom Großfeuer noch verschont. Kurios war auch, das der Firmenschornstein die gewaltige Hitze stand hielt, dieser war für Diekmann ein wichtiger Anhaltspunkt,  er war für reisende Geschäftsleuten immer ein Orientierungsobjekt. Bis 1964 stand dieser auf dem Firmengelände.
Mit stolzen Hochdruck wurde die Sägerei mit vereinten Kräften wieder aufgebaut.
Wilhlem bedankte sich persönlich bei den beteiligten Feuerwehren, Soldaten und der Polizei für die vorbildliche Hilfe in jener Nacht, als Diekmannshausen komplett in Dunkeln stand.

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