Montag, 21. Februar 2011, 00:18 Uhr
Tierschutzverein Ammerland

Katzen,Katzen,Katzen! - Aus der Arbeit des Tierschutzvereins Ammerland e. V.

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- am meisten Sorgen macht uns die große Anzahl herrenloser Katzen -

Westerstede Viel Arbeit lastet auf den ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des TSV Ammerland. Da es im Landkreis Ammerland kein Tierheim gibt, müssen alle Fund- und Abgabetiere in Pflegestellen untergebracht werden. Hunde werden bis zur Vermittlung gegen Bezahlung in 2 Tierpensionen gegeben, mit denen der Verein zusammenarbeitet. Katzen und andere Kleintiere werden in privaten Pflegestellen versorgt. Diese arbeiten ehrenamtlich und erhalten vom Verein nur die Kosten für Futter, Zubehör und tierärztliche Behandlungen erstattet. Manche Pflegestellen haben nur 1 bis 2 Katzen, andere in Hochzeiten auch mal bis zu 20. Die Beratung mit Menschen, die sich an den Tierschutzverein wenden, die Aufnahme der Tiere und ihre Versorgung, die Arztbesuche, die Vermittlung sowie die anfallenden organisatorischen Tätigkeiten nehmen sehr viel Zeit in Anspruch, und dies leisten die ehrenamtlichen Helfer neben ihren beruflichen und familiären Aufgaben. Bei den Tieren, die der Verein aufnimmt und weiter vermittelt, handelt es sich überwiegend um Katzen. Nur wenige davon werden von ihren Besitzern aus persönlichen Gründen abgegeben, die meisten werden herrenlos aufgefunden. Man hat sie ausgesetzt, manchmal hochträchtig oder mit ihren Neugeborenen, manchmal auch nur die Katzenkinder, abgestellt in Kartons oder in Katzenkörben. Viele streunen auch hungrig auf Nahrungssuche umher und laufen fremden Menschen zu, um nach Futter zu betteln. Oft sind diese Katzen schwer krank, da sie bei ihren Besitzern nicht tierärztlich behandelt wurden oder weil sie schon zu lange unversorgt und ungeschützt im Freien leben mussten. Es belastet sehr, die Tiere in solch erbärmlichem Zustand sehen zu müssen und man will sich die Qualen nicht vorstellen, die diese armen Geschöpfe erleiden mussten. Eine häufige Folge von unbehandelten Krankheiten ist z.B. der Verlust eines Auges. Umso mehr freuen sich die Mitarbeiter in den Pflegestellen, wenn sie ihre Schützlinge wieder aufpäppeln konnten und aus ihnen gesunde, liebe und verschmuste Stubentiger geworden sind, die sich sehr dankbar erweisen für die Pflege und Liebe, die ihnen entgegen gebracht wurde. Die immer noch verbreitete Meinung, dass Katzen ohne menschliche Hilfe leben können, ist falsch. Katzen sind gezüchtete Haustiere und nicht für ein Leben in der ?Wildnis? geschaffen. Sie benötigen Futter, Schutz vor Kälte und Nässe und tierärztliche Versorgung, sonst werden sie irgendwann krank und verenden qualvoll. Immer mehr freilaufende und verwilderte Katzen streifen durch unsere Gemeinden und vermehren sich unkontrolliert, was zu einer regelrechten ?Katzenflut? führt, die man nicht mehr in den Griff bekommt. Sowohl der TSV Ammerland als auch alle anderen Institutionen der Region sind inzwischen überfordert und stoßen an ihre Grenzen. Noch nie mussten so viele Katzen aufgenommen werden. Da die Kapazitäten in den Pflegestellen erschöpft sind, gibt es schon Wartelisten und zugelaufene oder gefundene Katzen müssen draußen weiter gefüttert werden, bis eine Pflegestelle frei wird. Aufgrund der großen Anzahl wird auch die Vermittlung zunehmend schwieriger. Um diese Problematik auf lange Sicht einzudämmen, ist die Kastration unerlässlich. Nur so kann verhindert werden, dass weiterhin ein Großteil der Katzenbabys brutal umgebracht wird und immer mehr herum streunende Katzen leiden und qualvoll sterben. Deshalb fordert der TSV Ammerland - wie bundesweit viele Organisationen - eine Kastrationspflicht für alle freilaufende Katzen. Dies vor allem deshalb, weil ein einziges Katzenpaar in nur ein paar Jahren mehrere Tausend Nachkommen hervorbringen kann. Nicht nur aus Tierschutzgründen muss die unkontrollierte Vermehrung gestoppt werden. Durch eine zu große Population werden verstärkt Krankheiten verbreitet, die Bevölkerung belästigt und Singvögel sowie andere Kleintiere bedroht. Auf Nahrungssuche, aber auch aus purem Jagdtrieb können Katzen z.B. ganze Bruten von Singvögeln vernichten und den Vogelbestand in manchen Regionen erheblich dezimieren. Aber auch ohne Kastrationspflicht appelliert der Verein an alle Katzenbesitzer, ihre Katzen ( sowohl weibliche als auch männliche ) kastrieren zu lassen und so ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Um die stets wachsenden Aufgaben zu bewältigen, ist der Verein auf Hilfe angewiesen. Wie dies möglich ist, kann man auf der Homepage unter www.tierschutzverein-ammerland.de erfahren ( z.B. Mitgliedschaft, Patenschaft, Pflegestellen ). Auch finanzielle Unterstützung für Futter- und Tierarztkosten ist immer willkommen. Gespendet werden kann auf das Konto bei der OLB, BLZ 280 232 24, Konto-Nr. 7805674400. Der Verein bedankt sich für Hilfe jeglicher Art.

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