Dienstag, 28. November 2017, 15:33 Uhr
Geschichten

Homemade-Stories - Geschichten erzählen -

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Geschichten für Kinder sind eine besondere Sache,sie werden ehrlicher beurteilt. Dabei geht es aber immer n u r um den Inhalt . Selbstgemacht, aus eigener Feder,so berühren sie Kinderherzen , weil in ihnen auch die engsten Freunde und Familie einen Platz finden können. Solche Werke werden dann für immer gespeichert.

Apen / Westerstede / Oldenburg
Die Zeit bringt es mit sich, jetzt in den dunklen und kalten Monaten des Jahres, unabdinglich werden die Gefühle für die Mitmenschen verstärkt aktiviert.

 

Um Gefühle geht es immer wenn man liebevoll an Menschen denkt, die in unserem Leben eine wichtige Rolle spielen.

Diese Menschen sind es dann  auch, die man heute noch, in der schnellen Zeit der E- mails und Chat-Nachrichten, nicht ohne einen handgeschriebenen Weihnachts- und Neujahrsgruß in ein neues Jahr gehen lassen möchte.

 Ich bemerke aber mit Wohlwollen , daß es neben mir noch mehr Leute gibt, die ihre Weihnachtspost handgeschrieben auf den Weg bringen.Man sieht es an den Briefen , die eingeworfen werden zur Weihnachtszeit. Meistens mit wunderschönen Sondermarken der Post versehen.  Einige sind mit „echter Tinte“ auf edlem Papier beschrieben.

 

Die Anlässe wie Weihnachten und auch Geburtstage sind immer wieder Grund genug, Freunden und Familie mit der eigenen Handschrift Persönliches zu übermitteln.  

Die Möglichkeiten, eine besondere Grußkarte zu gestalten, macht dem Absender wie dem Empfänger wohl gleichviel Freude.

Wenn man die Erinnerungen an ein Jahr, das vorüberzog, in Worte faßt, die persönlichen Ereignisse umschreibt und dabei in Gedanken bei dem Empfänger ist, dann hat man genau das erreicht, was solche Grußkarten-Aktionen bezwecken sollen. Einen Moment Nähe spüren, das tut unendlich gut in der heutigen schnellebigen Zeit.

ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, unseren Enkeln (und Urenkeln inzwischen) zu jedem Geburtstag ein Gedicht zu ihrer persönlichen Situation zu schreiben, Dinge auf die sie stolz sein können oder für die sie noch Zeit haben , um sie weiter zu entwickeln. die Kleinen, die gerade lesen können, sind genau so intensiv dabei den Sinn hinter den Zeilen zu entdecken wie auch die Großen, die sich jedes Jahr und zu allen Anlassen darüber freuen. Als ich sah mit wieviel Liebe diese Briefe gesammelt werden, Jahr für Jahr, in einer Erinnerungskiste,  war ich spontan wieder gerne bereit soviel mehr Zeit als die anderen für Weihnachtspost und Geburtstagskarten einzusetzen.

Als unsere Urenkelin in diesem Jahr ihr Geburtsgeschenk mit der obligatorischen Karte bekam, da hatte ich ihr zum ersten Mal eines meiner kleinen Kinder-Kurzgeschichten mit eingepackt, von denen noch ganz viele zum Einsatz kommen werden, irgendwann in den nächsten Jahren, denn die kleine Jona ist jetzt schon ganz gespannt, wie es mit der Katze “Bente” weitergehen wird.

 

Ob es Geschichten über Weihnachten oder allgemeine Geschichten aus allen Jahreszeiten sind, kindgerechte und altersentsprechend erzählt beeindrucken sie die Kleinen sehr. Ich nenne meine kleinen Geschichten immer Homemade Stories und eine davon gibt es nachstehend zu lesen:

 

 

  Vielleicht finden sie einige Kinder, die zufällig meine Seite sehen, auch interessant?

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Hallo,

 

ich heiße   B e n t e   und bin die Nußknacker-Katze!!!!

Staunst Du jetzt sehr?  Das kannst Du auch, denn meinen Spitznamen, - Du weißt schon – wegen des „Nußknackers“, den haben mir die Kinder gegeben.

Eigentlich haben sie mir ja auch den Namen Bente gegeben, aber ich finde   d e n   total  super.

Ich habe nämlich nicht immer in Deutschland gelebt, man hat mich sozusagen adoptiert, vom Strand in Spanien aufgelesen und mit dem Flieger mitgebracht. Ich kann Dir sagen, ich war ganz schön benommen und richtig durcheinander als ich aufgewacht bin. Man bekommt da nämlich eine richtige Schlaftablette für Tiere, die nimmt man, damit man nicht ganz so nervös ist während des  viereinhalb -stündigen Fluges.

Und dann, dann war ich auf einmal hier auf dem Hof, Kinder, Hunde, Kühe und noch mehr Katzen, die ich allerdings nicht wirklich gerne mag. Die gönnen mir einfach  n i c h t s .

Ich sagte ja schon, Spanien ist das Land aus dem ich ursprünglich komme und da gab man mir überhaupt keinen Namen , ich glaube, meiner Katzenmama fiel einfach keiner ein.

Am Strand, wo ich viel schlimme Sachen erlebt habe, da haben die Touristen alles mögliche zu mir gesagt, „Schatzi, Mausi, manchmal hieß ich aber auch Paul oder Emma“,   Emma hätte sogar gepaßt, ich bin ja ein Katzenmädchen, aber  B e n t e    gefällt mir ja viel besser.

Warum sie mir den komischen Spitznamen gaben? Ich erzähle es Euch mal schnell:

 

Ich habe schon immer alles gesammelt und gehortet und bin richtig gut damit gefahren. Als ich im Herbst dann soviel Nüsse gesammelt habe, wurde mir ganz schnell bewußt, daß ich sie auch kaputt kriegen muß, wenn ich ihren Inhalt verspeisen möchte. Also habe ich mich ganz ganz lange draufgesetzt und gewartet, daß sie mürbe werden sollten. Aber .......es klappte absolut nicht.

Unser Hofhund ist ein ganz „gemeiner“ Geselle, der hat das sofort gecheckt was ich da vorhatte und den Kindern davon erzählt, ich glaube ganz bestimmt,   e r   hat diesen schrecklichen Spitznamen erfunden.

Na gut, so schlimm ist „Hofhund Boomer“  nun aber auch wieder nicht, er könnte die Nüsse bestimmt knacken mit seinen scharfen Zähnen. Aber das Problem ist, er wird sie mir nicht wiedergeben und sie alle selbst essen wollen, deshalb warte ich erst einmal ab, vielleicht fällt mir noch etwas anderes ein. 

Am Strand kamen immer Leute mit ganz viel Futter vorbei, soviel, daß es gar nicht alles gegessen werden konnte, wir ließen immer soviel liegen, daß es den Leuten, denen die Häuser gehören, auffiel. Sie haben den Touristen dann verboten Futter mitzubringen, aber……..sie hielten sich absolut nicht dran. Na gut, manchmal hatte man ja auch Appetit.

Da muß ich gerade an die Katze Mina denken, sie ist auch – so wie ich – fast weiß und noch ganz entfernt mit uns verwandt. Sie hat ein ganz besonderes Merkmal woran man sie erkennt, sie hat ein grünes und ein blaues Auge. Alle Leute wollen sie immer fotografieren, inzwischen ist sie auch ganz stolz auf ihre Besonderheit, aber ich kann mich auch daran erinnern, daß sie darüber mal sehr traurig war.

 

 

Noch jemanden aus meiner spanischen Zeit kann ich gar nicht vergessen, er, das ist ein schwarzer Kater, er hatte unter uns Katzen den Spitznamen „Humpelbein“, weil.,..,…… er hatte einen ganz schlimmen Unfall und ein Bein verloren, er war soooo tapfer und läuft jetzt genausoschnell auf drei Beinen. Wenn er noch da ist, aber ich glaube ganz fest daran, dann müßte der eigentlich erfahren wieviel Schönes ich hier erlebe, er würde sich sicher mit mir freuen können. So ist er, er freut sich auch mit anderen, so sind  nicht alle Katzen, die so aufgewachsen sind wie er . 

 

 

Ach ja, grade ist  mir wieder etwas ganz ganz Schönes passiert. Eines der Kinder kam vorbei und hat meinen traurigen Blick gesehen, da hat die Kleine meine vielen Nüsse ganz zufällig gesehen, hat mir alle kaputtgemacht, sie ausgepult und die Frucht mit Milch im Mixer püriert, das hat vielleicht  gut geschmeckt, kann ich Euch sagen. Ich hätte nie geglaubt, daß es solche tollen Menschen gibt, das werde ich allen erzählen, wenn ich mal in den Katzenhimmel komme, aber noch ist es ja nicht soweit.

Eure     B e n t e

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