Dienstag, 22. Dezember 2020, 10:02 Uhr
Unternehmergeist / Vorbild für das Ehrenamt / wertgeschätzt

Trauer um Willi Wiechmann

456
0
 
Artikel von

Der Ofener Willi Wiechmann verstarb im Alter von 84 Jahren. In der 3. Generation führte er seit 1986 das 1901 gegründete Familienunternehmen "Ammerländer Binsenstühle seit 1901". Willi Wiechmann engagierte sich ehrenamtlich in vielfältiger Form. Fußballschiedsrichter, Feuerwehrmann, Ratsherr, örtlicher Gewerbeverein.

Ammerland / Friesland / Oldenburg Im engsten Familienkreis mussten Ehefrau Anneliese, Tochter Angela Heidemann mit Familie,

Bruder Dierk und weitere Angehörige Abschied nehmen vom verstorbenen Ehemann,

Schwiegervater, Bruder, Großvater und Angehörigen Willi Wiechmann.

Der Ofener Unternehmer verstarb am 12.Dezember im Alter von 84 Jahren nach kurzer

Krankheit.

Der wertgeschätzte Ofener führte bis zu seinem Tod, seit 2007 gemeinsam mit Angela

Heidemann, das Familienunternehmen „Ammerländer Binsenstühle seit 1901“.

1986 hatte Willi Wiechmann im Alter von 50 Jahren, das 1901 von seinem Großvater

gegründete  und von seinem Vater Wilhelm sen. weitergeführte Familienunternehmen

übernommen

Zuvor hatte er bei dem Tischlermeister Diers in Oldenburg das Tischlerhandwerk erlernt.

Am 28. März 1956 legte er erfolgreich seine Gesellenprüfung im Tischerlerhandwerk ab.


Um im Tischlerhandwerk noch etwas dazu zu lernen, arbeitete er zunächst in Firma

Möbelwerkstätten Wessels in Oldenburg.


Wie schon Vater Wilhelm, zog es auch Willi Wiechmann nach der erfolgreichen

Gesellenprüfung zunächst in die Ferne.

Weitere handwerkliche Erfahrungen sammelte Willi Wiechmann in Marbach am Neckar in der

dortige Tischlerei Glock und Südladen und anschließend in Steinheim an der Murr in der

Stuhlfabrik Storz & Palmer.

Am 31. Mai 1961 legte der Ofener nach dem Besuch der Techniker-Schule in Detmold

erfolgreich die Meister- und Technikerprüfung vor der Handwerkskammer Detmold ab.


1986 übernahm Willi Wiechmann in 3. Generation das inzwischen alteingesessene

Familienunternehmen "Ammerländer Binsenstühle sier 1901".


Tatkräftig unterstützt wurde er danach und bis zu seinem Tod von Ehefrau Anneliese.

Das Verkaufsumfeld und das Kundenspektrum wurden erweitert.


Was 1901 in einer kleinen gemieteten Werkstatt in Ofen-Brokhausen  im Haus Schäfer, in

einem einzigen Raum mit einer Drechselbank begonnen hatte, war 1928 in einer neuen und

größeren Werkstatt von Vater Wilhelm sen. weiterentwickelt  worden.


Eines der ersten Binsenstuhlmodelle war 1901 der heutige Stuhl „Ofen“.

Die Binsen bezog man das Familienunternehmen zunächst aus dem Zwischenahner Meer, dem

Dümmer und von der Weser.

Später und bis heute bezieht das Ofener Familienunternehmen die Binsen aus der Haseldorfer

Marsch.

2001 konnte das Familienunternehmen erfolgreich auf 100 Jahre Handwerk zurückblicken.


Seit 2007 ist Tochter Angela Heidemann, Tischlermeisterin seit 1997 und Betriebswirtin im

Handwerk seit 1999 Mitinhaberin und Mitgeschäftsführerin des traditionellen

Familienunternehmens im Ammerland.

Das Leistungsspecktrum der Möbeltischlerei wurde weiterhin konsequent ausgebaut.

„Qualität aus dem Ammerland“ war und ist schon lange das Markenzeichen des

Familienunternehmens „Ammerländer Binsenstühle seit 1901“.


Geschaffen wurde nach und nach ein noch breiteres Sortiment an Massivholzmöbeln.


Selbstverständlich werden Auftragsarbeiten im Bereich der Tischlerei und Drechslerei

geplant und zuverlässig ausgeführt.


Hohe Wertschätzung bei Privat- und Geschäftskunden hat der zuverlässige Reparaturservice

des Ofener Familienunternehmens.


„Ein Binsenstuhl hält 30 Jahre, er ist zu schade, um ihn dann auf den Sperrmüll zu werfen!“,

betonte Willi Wiechmann 2001 anlässlich des 100-jähringen Firmenjubiläums.


„Bringt die Stühle, wir machen und schaffen das!“, das Motto von Willi Wiechmann und dem

Familienunternehmen „Ammerländer Binsenstühle seit 1901“

Die Ammerländer Binsenstühle des Familienunternehmens aus Ofen findet man weit über die

Grenzen des Ammerlandes in Gastronomiebereichen, Kirchen und Trauzimmern.

Selbst im Ausland sind die Stühle bekannt und beliebt.

Nicht nur Spirituosen-Produzent Emil Underberg sitzt in seinem Ferienhaus in Österreich auf

Ammerländer Stühlen.

Im 2009 produzierten Hollywood-Film „Operation Walküre“ schmückten die Möbel aus Ofen

einen Speisesaal in der Wolfsschanze.

Gemeinsam mit ihrer Mutter Anneliese Wiechmann hatte Angela Heidemann eigens 20 Stühle

zu den Babelsberger Filmstudios transportiert, wo der Film produziert wurde.

Einen kleinen Einblick in das traditionsreiche Ofener Familienunternehmen aus dem Ammerland

gewinnt man unter Referenzen und Presseberichte auf https://binsenstuhl.de .


Die Palette der Auftraggeber reicht auch heute nachweislich vom Privatkunden über kleinere

Betriebe, mittelständische Geschäftskunden, Kirchengemeinden bis hin zu großen Konzernen.

Wertgeschätzt werden und wurden von den Kunden Unternehmergeist, gute Beratung,

Kompetenz, Qualität, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit des Familienunternehmens

„Ammerländer Binsenstühle seit 1901“.


Das Familienunternehmen war und ist Ofen und umzu sehr verbunden.

Über 65 Jahre war Willi Wiechmann Mitglied des Turn- und Sportverein (TuS) Ofen. Von 1960

bis 1985 war er ehrenamtlich als Fußballobmann tätig.

Über 20 Jahre, von 1966 bis 1988, leitete er als aktiver Schiedsrichter viele Fußballspiele im

NFV-Kreis Ammerland.

Der TuS Ofen würdigte seine Verdienste um den Verein und den Fußball mit der Verleihung der

Ehrenmitgliedschaft.

Über 65 Jahre gehörte Willi Wiechmann auch der Freiwilligen Feuerwehr Ofen an.

Der Hauptfeuerwehrmann war Träger des Ehrenzeichens für 60-jährige Mitgliedschaft des

Landesfeuerwehrverbandes und trug die silberne Ehrennadel des Oldenburgischen

Feuerwehrverbandes.

Willi Wiechmann war 1995 auch Mitinitiator bei der Gründung des örtlichen Gewerbevereins.

Von 1995 bis 2008 war Wiechmann Vorsitzender des Vereins für Handwerk, Handel und

Gewerbe in Ofen.

Von 1986 bis 2006, 20 Jahre lang, war Willi Wiechmann auch Mitglied des Rates der Gemeinde

Bad Zwischenahn.

Gleich bei seiner ersten Kandidatur erreichte er mit 887 Stimmen das viertbeste

Stimmenergebnis der 17 gewählten CDU-Ratsmitglieder.

Sein besonderes Augenmerk galt dem Feuerlöschwesen und den Bauerschaften Ofen, Bloh-

Nord, Wehnen und Westerholtsfelde.

Von 1991 bis 2001 gehörte er als Beigeordneter dem Verwaltungsausschuss an.

Während seiner 20-jährigen Ratstätigkeit war er Mitglied weiterer Ratsausschüsse und des

Kuratoriums für den Kindergarten Ofen.

Von 2004 bis 2006 gehörte er dem Aufsichtsrat der Bad Zwischenahner Touristik GmbH an.

Gemeinsam mit den Angehörigen trauern auch die Handwerkskammer Oldenburg, die

Kreishandwerkerschaft Jade, die Drechsler-Innung Oldenburg / Bremen / Ostfriesland, die

Kegelbrüder, die Senioren-Union der Bad Zwischenahner CDU, der Gewerbeverein Ofen e.V.,

der Ortsbürger- und Heimat Ofen e.V., das Mitarbeiterteam der Firma „Ammerländer

Binsenstühle seit 1901“, Nachbarn, Weggefährten und Freunde um Willi Wiechmann.


Sehr geschätzt wurde die sehr soziale Einstellung von Willi Wiechmann.


Ich habe mich am Grab von Willi Wiechmann in Ehrfurcht und Dankbarkeit verneigt.


Menschen, die sich ihm und seiner Familie verbunden fühlen, können das auch tun.


Auf den Ofener Friedhof gehen, hinter der Ofener Kirche rechts, 2. Reihe. Es steht dort

momentan ein Holzkreuz.


Im Sinne von Willi Wiechmann bitten die Angehörigen an Stelle von Blumen um Spende an die

Stützpunktfeuerwehr Ofen, LzO, IBAN DE48 2805 0100 0092 4901 43, mit dem Namen Willi

Wiechmann.

Willi, wir sagen Danke für Dein Engagement zum Wohl der Gemeinde Bad Zwischenahn, zum

Wohle der Bauerschaften Ofen, Bloh-Nord, Wehnen und Westerholtsfelde = Deiner Heimat, den

örtlichen Vereinen, Verbänden und Einrichtungen.

Wir werden Dir stets ein ehrendes Andenken bewahren, wir werden sein Andenken in Ehren

halten, wir werden uns stets gerne an Dich erinnern.

Der Tod macht das Leben wertvoll. Danke Ole für Deine Worte.

In guter Erinnerung behalten werden ihren "Meister" auch Jens, Peter und das gesamte Team

des Familienunternehmens "Ammerländer Binsenstühle seit 1901".

Diese fünf Buchstaben beinhalten Respekt, Aufmerksamkeit und Wertschätzung.

Wir haben Resepkt vor seiner Lebensleistung.

Ich habe Dir immer aufmerksam zugehört und Dich wertgeschätzt.

Dein Wunsch war, dass das "Ave Marie" gesungen / gespielt wird.

Dein Wunsch wurde erfüllt.

Herzlichen Dank an Pastor Raudonat und das Bestattungshaus Behrens-Funke.

Angela Heidemann und dem Familienunternehmen "Ammerländer Binsenstühle seit 1901"

wünsche ich für die Zukunft eine glückliche Hand, Erfolg, Gelassenheit, Zufriedenheit und

Zuversicht.

Das Familienunternehmen ist in guten Händen.

Angela wird es im Sinne von Willi und Anneliese mit einem gesunden Unternehmergeist

fortführen.

"Glück auf!"

Leserkommentare (0)

Melden Sie sich bitte an um einen Kommentar abzugeben.
Passwort vergessen

Artikel schreiben



Bitte warten...
Schon registriert?
Melden Sie sich hier an! Passwort vergessen Anmelden
Noch nicht mit dabei?
Registrieren Sie sich hier! Registrieren

Von Lesern für Leser

Dieses Portal bietet allen Lesern die Möglichkeit, eigene Beiträge und Bilder zu veröffentlichen. Es handelt sich nicht um Beiträge der Nordwest-Zeitung, die Beiträge werden nicht vorab geprüft.

Feedback

Sie haben einen Fehler entdeckt oder einen Verbesserungsvorschlag? Schreiben Sie uns!

Suchen in der N@chbarschaft

Der Autor