Sonntag, 14. Juli 2019, 10:36 Uhr
Aal-Räucherei

FG Benthullen: In der Traditions-Räucherei Bruns gibt's Qualität!

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Benthullen / Harbern II Das Wetteramt meldet Niederschlag, Tendenz bis 90 Prozent steigend! – Wir beschließen daher zügig nach Kayhauserfeld zu kommen, um die gebuchte Betriebsbesichtigung in trockener Kleidung zu erleben. Wir starten und sitzen gerade mal im Sattel und es heißt: Stopp! Der Saarländer Weg ist lang, sehr lang und scheint die Hochburg von Shanty-Brüdern und den Fahrrad-Freunden zu sein.

Runter vom Sattel: Ein Shanty-Man hat heute Geburtstag! Einfach vorbeifahren und ignorieren, das geht gar nicht und wäre grob fahrlässig. Wir gratulieren vor der Haustür mit einem kurzen Ständchen und stauben einen Schnaps ab. Weiter geht’s in Richtung Petersfehn, doch zuvor legen wir im Wildenloh eine Pause ein.

Pünktlich erreichen wir die Räucherei Bruns in Kayhauserfeld, verräterisch der Räuchergeruch in der Luft. Wir hören Wissenwertes über den Aal und stellen schnell fest, hier wird Qualität großgeschrieben. Kein Wunder, der Name Bruns ist überregional bekannt. Sogar die USA erlaubt die Einfuhr dieser Delikatesse.

Eingehüllt in einer Schutzkleidung begeben wir uns in den Räuchertrakt, wo etliche Öfen in einer Reihe angebracht sind. Ein Räucherofen kann vier „Körbe“ aufnehmen. Ein „Korb“ trägt hängend 72 Aale und das mal vier sind 288 Aale in einem Räucherofen, ein kleines Vermögen. Hier werden in einem Jahr ca. 60 Tonnen geräuchert.

Zur Vertiefung über den Produktionsablauf und die Vermarktung sehen wir uns einen Video-Film an. Natürlich nicht ohne die Korn-Zeremonie mit dem Trinkspruch:

Gastgeber:  Ik seh di! (Ich sehe dich!)
Gast:          Dat freit mi! (Das freut mich!)
Gastgeber:  Ik sup di to! (Ich trinke dir zu!)
Gast:          Dat do! (Das tu!)
Gastgeber:  Prost!

Die Besichtigung ist beendet und es ist Mittagszeit. Die Räuchergerüche während des Rundgangs haben unsere Mägen neugierig gestimmt und „schreien nach Futter“. Doch in der Einladung steht: Zurückhaltung und Disziplin! – Es wird ja um 17 Uhr ein Süppchen gereicht!

Und nun, Herr Ausrichter?

Alternative: Wir fahren zum 400 Meter entfernten Bruns-Restaurant und ziehen uns auf die Schnelle ein Fischbrötchen rein, das muss reichen! – Gesagt, getan!

Der vorhergesagte Regen lässt auf sich warten. Wir treten die Rücktour an und mit zwei eingelegten Pausen erreichen wir den Saarländer Weg Nr. 16! Hier erwartet uns ein gedeckter Tisch, es wird ein Gulasch-Süppchen gereicht, mit Nachschlag. Musikalisch wird ein 75. Geburtstag nachgefeiert. Wiederholt wird ein fünftägiger Röbel-Tripp für nächstes Jahr angesprochen, um dort Fahrrad-Touren mit unseren Röbeler Freunden zu unternehmen. Wir lassen den Tag ausklingen, es ist wieder eine interessante Tour gewesen!

Fazit: Der Regen ist ausgeblieben und wir wissen nun, dass ein Aal nicht gleich Aal ist. Nächsten Monat ist das Ziel Bösel mit einer Betriebsbesichtigung.

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