Sonntag, 13. Mai 2018, 16:07 Uhr
Aufregend und Neugier

Eine Reise zum Gerdkröger nach _Fikensolterfeld

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Fahrradausflug in den 50er Jahren

Ocholt-Howiek
Damals, in den 50er Jahren, da waren wir noch Schüler und unerfahren. Wir wussten so auch nicht einmal wo Fikensolterfeld war bzw. ist. Es wurde schon immer vom Gerdkröger gesprochen. Es sollte ein Lokal alter Art mit einem Tierpark sein. Aber wer von uns kam denn schon aus Ocholt raus. Zum Möhlenbült hatten wir es ja schon geschafft,  aber dann war es aus. Als Schüler waren wir natürlich neugierig und wollten die Welt entdecken. An einem Sonntag hatten wir, es waren Walter Helms, Dieter van Mark und Alfred Schröder, uns verabredet. Wir wollten es wagen und zum Gerdkröger fahren. Unsere Fahrräder waren nicht so stabiel und schön wie heute, nein es waren einfache alte  Räder ohne viel Schnickschnack. Geld hatten wir auch nicht viel, bis auf wenige Groschen. Gesagt-getan, Walter Helms, Alfred Schröder und ich haben uns im Dorf getroffen und sind dann  zu Dieter van Mark geradelt.  Es ging vorbei am Ohlroggenhof,  der stand damals noch schön und schmuck am Dorfrand, dann durch den Busch zu Dieter. Er stand schon am Weg. Es ging weiter in Richtung Südholt. Es war wie Im Märchen, rechts der dunkle Südholt und rechts die Bahnlinie. Am Bahndamm standen alte  Kiefern. In diesen Kiefern hatten Spechte ihre Höhlen gezimmert. Es war für uns alle Neuland. Es ging vorbei am Südholter Bahnhof in Richtung Fikensholterfeld. Es sah so aus, als wenn wir uns im Dschungel verirrt hatten, denn links und rechts Gebüsch und Gestrüpp, wir mittendrin. Der Weg war Sandweg und bog dann langsam rechts ab. Wir kamen an ein altes Bauwerk. Natürlich haben wir uns dieses Bauwerk genau angesehen. Es war unheimlich, so daß wir unsere Räder nahmen und die Reise fortsetzten. Später haben wir dann erfahren, dass es sich um das Friesendenkmal handelte. Beim Gerdkröger angekommen standen wir vor dem Gasthaus. Wir wollten allerdings in den Garten, hatten aber nicht das nötige Kleingeld. Der Gastwirt, Onkel Jaspers , kam und sah uns dort stehen. Er meinte nur: Jungs, wollt ihr da rein? Natürlich wollten wir das, hatten aber nur 30 Pfennig in der Tasche. Onkel Jaspers meinte dann, ja dann man rein. Gleichzeitig fragte er uns, ob wir denn noch Geld für einen Sprudel hätten. Natürlich hatten wir das, denn  unsere 30 Pfennig hatten wir noch. So konnten wir uns einen Sprudel leisten. Im Garten angekommen, wir haben nur gestaunt, wir hatten ja noch nie so etwas gesehen. Es standen große Vogelvolieren im Garten. Verschiedene Vogelarten waren zu sehen. Eichhörnchen waren zu bestaunen. Auch Füchse hatten ihren Bereich dort. Auf der Wiese liefen weitere große Vögel frei herum. Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus. Dann aber waren auch noch Spielgeräte vorhanden, Eine Kaffeemühle, Schaukeln usw. Ja, dann war der Zeitpunkt gekommen, wir mussten Abschied nehmen, denn es war ja noch ein langer Weg bis nach Ocholt. An diesen schönen Tag haben wir noch oft gedacht und dann weitere Touren in die engere Heimat geplant und unternommen.  – Davon demnächst mehr –

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