Mittwoch, 02. Juli 2014, 14:30 Uhr
Westerstede / Kirchenfenster / Ostfenster

Beleuchtete Schönheiten

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Aufnahmen von Westersteder Kirchenfenstern während der Rhodo

Westerstede Die Westersteder St. Petri-Kirche besitzt mittlerweile mehrere Buntglasfenster verschiedener Zeitstellungen. Sie entfalten einen besonderen Reiz bei Dunkelheit oder in der Zeit der Dämmerung, wenn der Innenraum erleuchtet ist. Die hier gezeigten Aufnahmen entstanden während der diesjährigen Rhodo kurz nach einer abendlichen Konzertveranstaltung in der Kirche.

Das Ostfenster im Chorraum wurde erst bei der letzten großen Renovierung von 1994 bis 1998 wieder geöffnet. Im Jahr 2000 erhielt es dann eine künstlerisch gestaltete Verglasung, die von dem Unnaer Glasbildner Wilhelm Buschulte (1923-2013) entworfen wurde. Die Darstellung trägt den Titel „Himmlisches Jerusalem“ und nimmt Bezug auf die biblische „Offenbarung des Johannes“. Es handelt sich um eine Art Jenseitsvision, die dort in den Kapiteln 21 und 22 erzählt wird. Einige wesentliche Elemente des Textes findet man im Fensterbild wieder. Das gelb karierte Viereck steht für die neue himmlische Stadt Jerusalem, die Umrandung mit Ausbuchtungen für deren Mauer mit 12 Stadttoren (eines durch den Engel verdeckt). In der Mitte der Stadt sieht man auf einer Säule das Lamm Gottes, Jesus Christus. Von oben herab schwebt ein Engel mit einem goldenen Messstab, mit dem die Stadt vermessen wird. Eine grüne Girlande an drei Seiten mit roten Früchten symbolisiert offenbar Leben. Und oben befinden sich rechts und links die Zeichen Alpha und Omega (im Bild halb verdeckt), die als erster und letzter Buchstabe des griechischen Alphabets für Anfang und Ende, letztlich für Gott selber stehen. Das alles vor einem himmlischen Blau.

Um die Ecke herum an der Südseite des Chors befindet sich das so genannte „Petrus-Fenster“. Es zeigt vier Szenen aus dem Leben des Apostels Simon Petrus. Ganz unten erkennt man eine Momentaufnahme während des Sturms auf dem See Genezareth (Matthäus-Evangelium, Kapitel 14). Zunächst gelingt es Petrus wie Jesus auf dem See zu wandeln, doch dann bekommt er es mit der Angst zu tun und versinkt doch. Jesus muss ihn herausziehen. Genau dieser Augenblick ist in dem Fensterbild festgehalten. Gut erkennbar ist auch ganz oben die Darstellung des Märtyrertodes des Petrus an einem umgedrehten Kreuz. Das geht auf eine Legende zurück, nach der Petrus nicht auf die gleiche Art wie sein Herr sterben wollte. Weniger Wiedererkennungswert haben die beiden Darstellungen in der Mitte: die Verleugnung des Petrus und darunter Petrus im Gefängnis.

Das Petrus-Fenster entstand wie das Ostfenster im Jahr 2000 durch Wilhelm Buschulte. Beide wurden ausgeführt durch die Glaswerkstatt Peters in Paderborn.

Das dritte Foto zeigt die dekorativen Verglasungen der kleine Fensteröffnungen über der Sakristeitür. Der Sakristeianbau wurde im Jahr 1907 errichtet. Vorher befanden sich hier zwei hölzerne überdachte Treppenaufgänge. Sie führten zum Wittenheimer und zum Seggerner Stuhl.

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