Dienstag, 25. September 2018, 17:53 Uhr
Bohrturm / Erdgas / Brigitta

Gasförderung in Goelriehenfeld?

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Fotos aus dem Jahr 1964.

Goelriehenfeld / Jührdenerfeld / Bockhorn Im Jahr 1964 wurde das Dörfchen Goelriehenfeld auf der Grenze zwischen Westerstede und Bockhorn für ein paar Monate von einem recht untypischen Bauwerk geprägt.
Am 5. Juni des Jahres berichtet die NWZ, dass bald an der Straße von Goelriehenfeld nach Jührdenerfeld kurz hinter der Gastwirtschaft Janßen ein 50 m hoher Turm entstehen sollte. Dort solle in bis zu 3000 m Tiefe nach Erdgas gebohrt werden. Geologen vermuteten da unten offenbar „riesige Mengen“ des auch heute noch begehrten Bodenschatzes. Betrieben wurde der Turm von der Firma Brigitta. Dabei handelte es sich um eine so genannte bergrechtliche Gewerkschaft, eine Art von Kapitalgesellschaft. Sie war zu der Zeit an verschiedenen Stellen in der Region auf Suche nach Gas, wie diverse NWZ-Berichte offenbar werden lassen.

Die drei hier gezeigten Fotos entstanden etwas später im Juli 1964.

Was den Erfolg dieser Unternehmung angeht, irrten sich die Experten allerdings. Obwohl man sogar noch tiefer als 3000 m ging, fand man keine Spuren von Erdöl oder Erdgas. So erfahren es die NWZ-Leser am 8. Oktober 1964. Sämtliche Anlagen würden gerade wieder abtransportiert werden.
Vielleicht war das ja so ganz gut. So sind den Anwohnern von Goelriehenfeld und Umgebung zumindest Bergschäden an Gebäuden erspart geblieben, wie sie etwa im Groninger Land häufiger vorkommen.

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