Montag, 30. November 2020, 11:25 Uhr
Magnet für den Tourismus

MUSEUMSEISENBAHN AMMERLAND-SATERLAND – EINE TOLLE BAHN -

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Magnet für den Fremdenverkehr

Ocholt
Wer die Eisenbahngeschichte kennt, der kann sagen: Es hat sich besonders bei der Bah n sehr viel verändert. Nicht nur die alten Dampfloks sind verschwunden, nein alles hat sich verändert. Die  neue Zeit (Eisenbahnzeit) hat nicht viel gute Sachen gebracht. Zwar wurde unsere Bahnstrecke Oldenburg-Leer noch elektrifiziert, aber  damit ist man in der Region nicht viel weiter gekommen. Die Nebenstrecken wurden abgehängt. Warum mußte denn z.B. die Bahnstrecke nach Westerstede stillgelegt werden? Güter wären genügend vorhanden, aber der LKW sollte Vorrang haben. Es steht ja auch ohne Zweifel,
der LKW kann die Güter direkt bis zur Haustür bringen. Dieses kann die Bahn aber auch.

Es müssten auf den Bahnhöfen nur die Voraussetzungen geschaffen werden, denke ich an den Huckepackverkehr (LKW-Auflieger auf die Bahn und umgekehrt). Das geht alles, wenn man es denn nur will. Gerade in der heutigen Zeit, wo alle vom Klimawandel reden, sollten Überlegungen dieser Art erlaubt sein. Ich glaube zwar nicht das es so kommen wird, denn die Lobby der  LKW-Giganten ist bislang noch zu groß. 

Allerdings müssen wir hier immer wieder die Finger in die Wunde legen, denn steter Tropfen höhlt den Stein. Bedeutet: Die Bahn oder auch die Verkehrsminister müssen immer wieder an diese Sache erinnert werden. Es nützt uns doch nichts, wenn immer wieder gesagt wird: Es geht nicht anders. Aber es gibt ja auch etwas Gutes bei der Bahn  zu vermelden, denn ab 2024 soll ja der  Bahnhof total umgebaut werden, die Zugänge sollen behindertengerecht gestaltet werden mit Aufzügen usw. usw.  Auch die Bahnsteige werden höher gelegt, so daß man ohne Schwierigkeiten in die Züge gelangen kann. Eine tolle Sache, aber noch ist es ja nicht soweit. In diesem Zusammenhang sollte man auch daran denken, daß die Güterstraße erhalten bleibt und dort evtl. auch wieder ein Umschlagplatz für Güter oder Container eingerichtet wird. Wir liegen mit unserem Bahnhof Ocholt in der Stadt Westerstede. Die Stadt sollte doch wohl ein Interesse an einen voll funktionsfähigen Bahnhof haben und sich dafür einsetzen. Und hier muß auch noch erwähnt werden, daß die SB-Bahn hier in Ocholt ihren Endpunkt bekommt. Eine Stadt ohne S-Bahnanschluss hat die Zeit verschlafen!!  Gehen dürfte dieses, denn wir haben in Ocholt genügend Gleise für solche Vorhaben , es muß nur gewollt sein. Auch hier gilt: Wer nichts fordert und erinnert, der bekommt nichts. Unsere Ratsmitglieder
sollten sich auch hier verstärkt zu Wort melden und die Finger in diese Wunde legen.

Und nun zu unserer Museumseisenbahn, sie ist nicht mehr wegzudenken. Allerdings kann sie nicht mehr in alle Richtungen fahren, was sehr bedauert wird. Aber sie trägt sehr viel zum Fremdenverkehr bei. So können Feriengäste oder auch andere Gäste mit dieser Bahn Fahrten ins „Grüne“ buchen oder auch an Kohlfahrten usw. teilnehmen.

Die Deutsche Fehnroute liegt in der Nähe, so daß auch hier unsere Museumseisenbahn
Gäste befördern kann. Z.B. Elisabethfehn oder Barßel liegen an der Fehnroute. Fahrradfahrer können umsteigen auf die Bahn und eine  Ausflug mit der Museumseisenbahn machen. Alles ist möglich, wenn die Deutsche Bahn mitspielt. Hoffen wir, daß wir noch lange unsere Museumseisenbahn  haben.  Hier muß auch auf die vielen ehrenamtlichen Helfer hingewiesen werden. Wenn man in den Lokschuppen kommt, dann ist dort immer was los. Es wird gewerkelt, Schlosser überholen die Maschinen, die Wagen werden gestrichen usw. usw. – alles ehrenamtlich – Alle sind mit Eifer dabei, allerdings jetzt in der Coronazeit können sich nur jeweils zwei Personen dort treffen  und werkeln. Aber dieses tut der Sache keinen Abbruch. Bald wird die Bahn
in den schönen roten Farben wieder durch die Lande ziehen und Werbung für Ocholt-Westerstede und das Ammerland machen. Die Bahn möchte einen Unterstand für ihre
Wagen herstellen, dafür benötigt sie Unterstützung der Behörden, aber auch Unterstützung der Einwohner von Ocholt-Howiek. Materialspenden wie z.B. in Form von Bauholz sind möglich. Die Museumseisenbahn kann dieses Vorhaben alleine nicht stemmen und bittet hier um die Hilfe. Hoffen wir gemeinsam, daß unsere schöne rote Museumseisenbahn noch lange- lange als Werbeträge für unsere Heimat fährt.

Danken sollten wir allen Bürgern, die sich immer und immer wieder ehrenamtlich für den Erhalt der Museumseisenbahn einsetzen, damit immer wieder alles klappt und läuft.

 



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