Sonntag, 30. Dezember 2018, 14:26 Uhr
Rettungswache / Rettungsdienst Ammerland / Notfallseelsorge

Am späten Heiligen Abend in der Rettungswache

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Wichtiger Dienst der Rettungssanitäter - 2019 wird das 20-jährige Bestehen der Notfallseelsorge im Ammerland gefeiert.

Westerstede / Edewecht / Oldenburg Westerstede, kurz vor 24 Uhr am Heiligen Abend: Nach einem ereignisreichen Tag hat sich so mancher schon zu Bett begeben. Andere lassen den Tag noch gemütlich unter dem Weihnachtsbaum ausklingen. Oder sie sind noch ein bisschen ausgegangen: Die bekannteste Westersteder Kneipe an der Kuhlenstraße zum Beispiel ist um diese Zeit gut besucht.

Wenn man von dort ein Stück stadtauswärts fährt und dann in einem Kreisverkehr rechts abbiegt, gelangt man in der Straße An der Hössen zur Westersteder Rettungswache. Dort ist es um diese Zeit scheinbar ruhig und friedlich. Doch auch in der Christnacht tun von hier aus sechs Mitarbeiter des Rettungsdienstes Ammerland ihre wichtige Arbeit. Ähnliches gilt für ihre Kollegen in Edewecht, Rastede und Bad Zwischenahn. Denn jederzeit kann es nun einmal zu Notfällen kommen, und dann sind wir dankbar, wenn die Rettungssanitäter zur Stelle sind.
In der Tat haben jetzt um Mitternacht herum zwei Wagen der Westersteder Wache Einsätze. Einer davon muss sogar eine dringende Fernfahrt absolvieren.Wer gerade nicht unterwegs sind, hat in der Rettungswache die Möglichkeit und Gelegenheit, sich bis auf Weiteres etwas hinzulegen und auszuruhen.

Ein Rettungsdienstler ist noch wach und öffnet, als Pastor Michael Kühn von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Westerstede an der Tür klingelt. Nachdem er vorher noch die Christmette in der Auferstehungskirche Ihausen gefeiert hat, bringt der Pastor jetzt selbstgebackene Kekse vorbei - als kleine Aufmerksamkeit und Würdigung für die Rettungssanitäter, die gerade in dieser besonderen Nacht hier ihren Dienst tun. Dem Rettungsdienst Ammerland ist Kühn ist durch seine eigene Aufgabe als Notfallseelsorger eng verbunden.

Die Notfallseelsorge, auch genannt Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV), steht Betroffenen und Angehörigen in schlimmen und belastenden Situationen wie Unfällen und plötzlichen Todesfällen zur Seite.
Zur Zeit sind im Ammerland 11 Notfallseelsorger aktiv. Jeweils während einer Arbeitswoche bzw. übers Wochenende ist einer von ihnen in Rufbereitschaft. Er bekommt von der Oldenburger Großleitstelle Bescheid, wenn die Dienste der Notfallseelsorge benötigt werden, und ist dann für die weitere Koordinierung zuständig. Das heißt, er entscheidet, welcher der Kollegen die anstehende Aufgabe am besten erledigen kann, zum Beispiel weil er örtlich am nächsten dran ist. Nächtliche Einsätze übernimmt immer derjenige in Rufbereitschaft.
Für ihre Tätigkeit müssen die Notfallseelsorger eine Zusatzausbildung absolvieren, außerdem gibt es immer wieder Fortbildungen.

Im Jahr 2019 besteht übrigens die Notfallseelsorge im Ammerland seit 20 Jahren! Am Sonntag, dem 26. Mai soll dieses Jubiläum in der Westersteder St. Petri-Kirche und im Evangelischen Haus gefeiert werden.

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