Dienstag, 13. März 2018, 14:55 Uhr
Plattdeutsches Theater

Erfolgreiche 39. Spielzeit: Chefs un annere Katastrophen

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39. Spielzeit unserer Friedrichsfehner Speelkoppel und gleichzeitig die 10. Spielzeit in der Schulturnhalle

Friedrich-Augustengroden / Edewecht / Oldenburg Die Komödie in drei Akten von Hans Schimmel in der plattdeutschen Version von Wolfgang Binder traf den Nagel auf den Kopf.

Dr. Friedrich von Roggenbuck(Günter H. Winkelmann), Chef der Imperium AG, möchte sich aus dem aktiven Geschäftsleben zurückziehen und lieber Angeln gehen mit seiner neuen Angel, der Schnapp 1000. Daher ist eine Übergabe an seinen Sohn Jürgen (Torsten Bölts) vorgesehen, der sich im Augenblick aber auch noch für die durchaus ansehnliche Christine Stoll (Marlies Spille) interessiert. Jürgen ist zwar sehr an der Übernahme interessiert, plant jedoch den sofortigen Verkauf der Imperium AG an die ärgste Konkurrenz, die Klapper AG. Daher hat er bereits Verhandlungen mit deren Chefin Henrik Klapper (Christiane Lampe) aufgenommen. Die und die vorgesehene Verlagerung nach Hinterkuhschisstan geraten allerdings ins Stocken, als der Seniorchef sich mit der Überschreibung reichlich Zeit lässt.

Der normale Alltag in der Imperium AG wird von Chefsekretärin Heidelinde Kupper (Rena Seeger) und Jürgen Schwester Hannelore (Andrea Spiekermann) bestritten. Als Firmenklatschblatt und Bürobotin Franziska Petersen (Sarah Hilmann) die Verkaufsverhandlungen bemerkt, wird sie sofort stutzig und teilt dem Chefsekretariat ihre Feststellungen mit. Putzfrau Fatma (Bärbel Hilmann) ist derweil eifrig um die Reinigungsprozesse von Technik und Computerraum bemüht. Produktionsleiter Martin Kluge (Arnold Schmidt) meldet überraschende Produktionsstörung mitsamt einem sich regelmäßig wiederholenden Computerausfall an den Firmenchef. Der sieht seine Vorurteile gegenüber jedwedem Computereinsatz bestätigt. Eine Detektei wird beauftragt, um die ungewöhnlichen Vorfälle aufzuklären. Derweil lässt der Juniorchef Motivationsseminare zum „um die Ecke denke“ durchführen. Die Ergebnisse entsprechend zeitgenössischen Begebenheiten.

Heidelinde entdeckt schließlich den Übernahmevertrag der Klapper AG und zusammen mit Hannelore und Martin setzen sie Jürgen derartig unter Druck, dass er die für ihn vorgesehene Firmenleitung zur Überraschung seines Vaters an seine Schwester übergibt.

Sachbearbeiter Jensen (Matthias Tepe) ist zwar nicht der Schnellste, zumal er sich noch um eine Fliege, die sein Büro mit bewohnt kümmert, liefert aber schließlich den entscheidenden Hinweis für das Übernahmemodell der Klapper AG. Die Übernahme misslingt dank des großen Einsatzes aller Mitarbeit der Imperium AG und Hannelore wird die neue Chefin.

Die etwas verwickelte Handlung der Firmenübernahme findet immer wieder überraschende Lösungen. Zu den langjährig bewährten Spielern konnten Marlies Spille und Matthias Tepe hinzu gewonnen werden. Arnold Schmidt knüpfte an frühere Aufführungen an.

Die Speelkoppel bot unter Leitung von Christoph Schildmann und Topuustersche Johanne Meyer, eine wirklich gute Ensembleleistung, die sich stets weiter steigerte. Das Publikum dankte den Einsatz mit häufigem Szenen- und Spontanapplaus. Alles in allem eine gelungene Spielzeit, die den Weg zur 40. Spielzeit im kommenden Jahr nicht zu scheuen braucht.

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