Donnerstag, 29. September 2016, 17:20 Uhr
Baudenkmäler / Bauensembles / Denkmalsschutz

Schöne Stadtansichten - Ensembles

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Ensembledenkmal: im Denkmalschutz eine Gruppe von Objekten, die gemeinsam ein Kulturdenkmal bilden

Oldenburg / Rastede / Hude In Städten wie Dörfern gibt es Bauobjekte, die  wegen ihrer geschichtlichen Bedeutung oder ihres künstlerischen Wertes besonderen Schutz erhalten; die Denkmalschulbehörde wacht darüber bis in die kleinsten Einzelheiten, z.B. dass die Sprossenfenster nicht durch schlichte Kunststoffrahmen mit  Ganzteilscheiben ersetzt werden.

Neuerdings rückt der "Ensebleschutz" in den Vordergrund. Einige Gemeinden schützen einen ganzen Straßenzug, z.B. Fachwerkhäuserzeilen, die einen ganzen Stadtteil prägen können.
Ein Betonklotz dazwischen zerstörte das ganze, harmonische Bild.

In Oldenburg gibt es z.B. zahlreihe Gebäude mit klassizistischer Front, wie es beim Staatstheater besonders ausgeprägt zu sehen ist. Über dem alten Eingang tront von Säulen getragen das Tympanon mit vielen Figruren in Bezug auf die Theaterwelt; in der Mitte Apoll mit Musen usw.

Bürgerhäuser weisen, wenn auch in schlichterer Ausprägung, die  gleichen Elemente auf: Säulen, Steinmetzarbeiten in alter Form (Girlanden, Rosetten, Männer- und Mädchenköpfe), fast immer ein Dreieckgiebel, ein Tympanon.
In der Innenstadt reihte sich bei mancher Straße ein klassizistisches Haus an das andere, vielfältig ausgeschmückt, aber immer im  gleichen Stil,  - Ensembles!
Erweiterungen, Umwidmungen, Geschäftsräume statt Wohnungen, - der Abriß eines Hauses und der Wiederaufbau im "modernen" Stil mit glatter Einheitsfront zerstört den Gesamteindruck.
Auch der Hauptbahnhof Oldenburgs ist ein Ensebmle aus Bahnhofsgebäude, Fürstensaal und Bahnsteigüberwölbung im Stil des angehenden 20. Jahrhunderts. Beim Glas- / Stahldach über den Bahnsteigen wurden das Glas wegen Baufälligkeit entfernt. Aus Kostengründen wird anstelle einer Reparatur oder Wiederaufbau im alten Stil an einen Abriß  gedacht. Viele Bürger setzen sich für den optischen Erhalt des Bahnhofsensembles ein. Fachleute aus der Stadt streiten sich mit Fachleuten der Deutschen Bahn, ob die Fundamente stark angegriffen oder noch haltbar sind.
Im Sinne der Gesamheit des "Bahnhofs" sollte das Finanzielle etwas zurück stehen. Folgende Generationen werden auch in kommenden Jahrzehnten noch danken, genau wie bei einheitlich gestalteten Straßenzügen, wo die Stadt sich um Erhalt des schönen Werke unserer Vorväter bemühen sollte. Die Haarenstraße ist ein schönes Beispiel einer Ensemblezerstörung, das Bild zeigt ein klassizistisches Haus, rechts daneben einen Neubau, bei dem der Archtekt noch die Umrisseseines Nachbarn wahrte und daneben ein "normales"Haus. Dann setzt sich die Reihe klassizistisher Häuser fort ... !
Wer nahezu ungestörte Ensemblezeilen sehen möchte, der mache einen Spaziergang durchdie Roggemannstraße und die Parallelstraßen. Das Auge sucht und findet!

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