Donnerstag, 10. September 2015, 12:16 Uhr
Flüchtlinge in Deutschland

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Verband Wohneigentum setzt auf Information und gemeinsames Handeln

Oldenburg-Zentrum Der Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Salzhemmendorf Ende August schockierte die Menschen in Niedersachsen. Der Verband Wohneigentum (VWE) sieht Handlungsbedarf, um weitere Übergriffe gegen Schutzsuchende zu vermeiden. Die gemeinnützige Interessenvertretung für Haus- und Wohnungseigentümer bietet Kommunen, Organisationen und Initiativen, in denen sich Menschen freiwillig engagieren (wollen), ihre Unterstützung an.

„Hauseigentümer wollen helfen, sind aber oft verunsichert und wissen nicht wie“, sagt Landesvorsitzender Peter Wegner. Halbwissen, Vorurteile und Ängste trügen zusätzlich dazu bei, dass Hilfspotentiale zu wenig ausgeschöpft werden. Hier kann der Verband Wohneigentum helfen und Brücken bauen.

 Seit vielen Jahren setzt der VWE Niedersachsen auf kleinstrukturierte Arbeitskreise und Initiativen im persönlichen Wohnumfeld, in denen Hauseigentümer aktuelle Themen aufgreifen und gemeinsame Lösungen suchen. Mal schließen sich Gleichgesinnte zusammen, um Vorteile einer lebendigen Nachbarschaft zu genießen, mal entstehen Initiativen, um auf Augenhöhe mit Politik und Verwaltungen zu verhandeln. Immer steht im Vordergrund, Engagement zu fördern und Ziele gemeinsam besser und leichter zu erreichen.

 Verständnis und Mitgefühl für Flüchtlinge haben laut Peter Wegner im VWE Tradition. „Viele von uns waren nach dem 2. Weltkrieg selbst Flüchtlinge oder sind Nachkommen von Vertriebenen.“ Millionen Menschen fanden damals im jetzigen Deutschland ein neues Zuhause. Landesweit entstanden Siedlungen, indem sich Nachbarn zusammenschlossen und gemeinsam neuen Wohnraum schufen (mehr Info: www.meinVWE.de).

Hintergrund: Als „Verband der Nachbarschaften“ setzt sich der VWE Niedersachsen (früher: Deutscher Siedlerbund) dafür ein, dass sich die Bewohner in Städten und Gemeinden möglichst lange in ihrem Umfeld wohlfühlen. Das aber braucht Menschen, die Interessen teilen und sich gemeinsam engagieren. Als gemeinnützige Instanz ohne kommerzielle Interessen will der Verband Wohneigentum dazu beitragen, indem er neutral berät, schult und vernetzt, so Wegner:

 „Im besten Fall entstehen neue Freundschaften unter Nachbarn, die sich kennen und vertrauen.“

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