Sonntag, 31. August 2014, 19:20 Uhr
Handball / VfL Oldenburg / 3. Liga

Hansel zeigt sich zufrieden mit der Saisonvorbereitung ihres neuformierten Teams

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Werder Bremen geht als klarer Favorit in die neue Drittligasaison

Oldenburg Am kommenden Samstag (6.8.14) um 16:30 Uhr ist es soweit. Der amtierende Titelträger der 3. Liga Nord, der VfL Oldenburg II, eröffnet mit seinem Heimspiel gegen SV GW Schwerin die neue Handballsaison. Fünf intensive Trainingswochen liegen hinter dem neuformierten Titelverteidiger aus der Huntestadt, der am Ende der erfolgreichen Vorsaison gleich sechs Abgänge verkraften musste. „Unglaublich wie schnell die fünf Wochen rumgegangen sind. Zwei unserer A-Jugendlichen konnten aufgrund kleinerer muskulärer Probleme zwar nicht so häufig mittrainieren wie ich es mir gewünscht hätte, aber insgesamt bin ich mit der Leistungsentwicklung während der Vorbereitungsphase sehr zufrieden. So haben sich z.B. beim 3000 m Test, den ich am Anfang und Ende der Vorbereitung haben durchführen lassen, bis auf die zwei mit Verletzungsproblemen alle verbessern können“, zieht Trainerin Alex Hansel, die in ihre vierte Saison geht, ein positives Resümee der Vorbereitung. Neben dem Ausdauertraining gehörten auch ein Shuttle-Run-Test, Team Building, Testspiele und das Einüben von Spielzügen zum Trainingsprogramm der letzten Wochen. „Wir müssen einen Haufen neuer Spieler in die Mannschaft einbauen, da wird es ein wenig dauern bis wir richtig eingespielt sind“, dämpft Hansel die Erwartungen der erfolgsverwöhnten Fans der „Zweiten“. Je zwei Meister- und Vizemeistertitel aus den letzten vier Jahren stehen zu Buche.
Allzu viel Zeit sich einzuspielen bleibt den Oldenburgerinnen allerdings nicht, denn schon am dritten Spieltag ist man zu Gast bei Werder Bremen, dem klaren Favoriten dieser Saison. Die Werderaner die in den letzten Jahren immer oben mitspielen konnten, aber nie über Platz drei hinaus kamen, haben vor dieser Saison ihren Kader qualitätsmäßig aufgestockt. Mit Neele Osterthun, Rabea Neßlage, Leonie Schulte, Joseffa Baumann und Julia-Marina Schnell stehen gleich fünf ehemalige Spielerinnen des VfL im Kader des Vorjahresdritten.  „Wenn sie es dieses Jahr nicht schaffen, wann dann“, sieht Hansel die Favoritenrolle eindeutig bei den Bremerinnen.
Die neue Ligaeinteilung beschert der „Zweiten“ mal wieder reichlich „unbekannte“ Gegner. „Wir haben zwar in der Vergangenheit gegen die meisten Teams schon mal gespielt, aber das ist jetzt auch schon wieder mindestens zwei Jahre her und da hat sich bei vielen Teams eine Menge getan, so dass ich im Moment die Spielstärke der einzelnen Teams nur schwer einschätzen kann“, so die VfL-Trainerin. Neben Bremen ist nur noch der TV Oyten von den Gegnern der Vorsaison in der Nordstaffel verblieben. Mit Kim Pleß haben die Vampires den Abgang ihrer wichtigsten Leistungsträgerin verkraften müssen. Diese Lücke soll die ehemalige griechische Jugendnationalspielerin Dafina Dimitri von PAOK Thessaloniki füllen.
Ein Wiedersehen gibt es mit dem TSV Owschlag, der Mannschaft mit der sich der VfL in der Saison 2010/11 einen packenden Kampf um die Meisterschaft lieferte. In den anschließenden Aufstiegsspielen gegen die TSG Wismar nahm Alex Hansel erstmals als Trainerin Platz auf der Bank der „Zweiten“.  Drei Jahre später kommt es nun am „Tag der Deutschen Einheit“ zum ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams seit dem knapp verpassten Aufstieg des VfL.
Auch auf zwei emotionale Derbys gegen den Buxtehuder SV können sich die Handballfreunde in dieser Saison wieder freuen. Mit dem Berliner TSC und dem Frankfurter HC werden im Herbst zwei ehemalige Europapokalsieger und Deutsche Meister in den Sporthalle Wechloy ihre Visitenkarte abgeben. Beide Teams befinden sich im Umbruch und müssen wie der VfL zahlreiche neue Spielerinnen integrieren. Ähnliches gilt für Zweitliga-Absteiger TSV Nord-Harrislee, die sich als Achter der Vorsaison freiwillig aus der 2. Bundesliga zurückgezogen hatten.
Rund 1500 km mehr als im Vorjahr muss der Meister in dieser Saison mit dem Bus zurücklegen. „Ich freue mich über all die neuen Teams auf die wir in dieser Saison treffen werden. Über die längeren Auswärtsfahrten freue ich mich weniger“, äußert sich Hansel zur neuen Staffeleinteilung. „Wir wollen wieder oben mitspielen. Aber vor allem sollen sich meine jungen Spielerinnen als Handballerinnen weiterentwickeln und verbessern“, gibt sie das Saisonziel vor.

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