Samstag, 18. April 2015, 09:22 Uhr
Sommerbiathlon / Oldenburger Schützen

Sommerbiathleten starten auf heimischen Terrain in die Saison

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Nach fast sieben Monaten Wettkampfpause ist es am kommenden Samstag (18.04.15) wieder soweit, endlich startet die neue Saison der Oldenburger Crossbiathleten (Sommerbiathleten).

Oldenburg Gleich im ersten Wettkampf der Saison geht es für die Sportler der Oldenburger Schützen auf heimischen Terrain um Meisterehren. Während im Laufe der Saison die meisten Wettkämpfe mit dem Luftgewehr bestritten werden, geht es an diesem Wochenende um den Meistertitel mit dem Kleinkalibergewehr. Der Waffe die auch von den Winterbiathleten eingesetzt werden. „Das Luftgewehr ist die Einsteigerwaffe für alle Biathleten, während das Kleinkalibergewehr eher was für Fortgeschrittene ist. Hierfür benötigt man dann auch eine etwas andere Schießanlage. Das und der höhere Preis der Waffe, dürften die Hauptgründe dafür sein, dass im Crossbiathlon hauptsächlich mit dem Luftgewehr geschossen wird. Nicht alle Vereine haben zudem KK-Gewehre für den Biathlon“, erklärt Heiko Jabusch, der Trainer der Oldenburger Schützen. Diesem Umstand haben die Oldenburger Schützen zu verdanken, dass zum Anfang der Saison, mit dem 17jährigen David Bent, ein sehr talentierter Nachwuchsbiathlet aus Bösel nach Oldenburg wechselte. „David war im Vorjahr vierter bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren und hat 2013 mit der Staffel den Titel gewonnen. Aber in Bösel hat sich ihm nicht die Möglichkeit geboten Kleinkaliber zu schießen. Außerdem haben wir hier andere Möglichkeiten an der Schießtechnik zu feilen. So benutzen wir bei uns z.B. ein spezielles Zielweganalysesystem was ihm helfen kann seine Technik soweit zu verbessern, dass es in diesem Jahr für einen Platz auf dem Podest bei den Deutschen Meisterschaften reicht.
Hatte in den letzten Jahren die Niedersachsen Trophy eine hohe Priorität in der Wettkampfplanung, soll in diesem Jahr der Focus noch mehr auf die Meisterschaften gerichtet werden. „Will man in der Trophy erfolgreich sein muss man eigentlich an allen elf Rennen teilnehmen, sonst hat man kaum eine Chance den Gesamtsieg zu erringen. Das lässt sich bei mir mit Familie und Beruf nicht vereinbaren“, erklärt Sylvia Hoppe, die sich in diesem Jahr gerne ihren Meistertitel bei den Deutschen Meisterschaften in Bayerisch Eisenstein zurückholen möchte. „Wir haben im Winter deshalb sehr intensiv an meiner Schießtechnik gearbeitet. Auch wenn ich sehr schnell laufe, bei zu vielen Strafrunden kann ich das irgendwann auch nicht mehr rauslaufen“. „Unsere Saison ist nur vier Monate lang. Mit Trophy und Meisterschaften würde man in dieser Zeit auf rund fünfzehn Wettkämpfe kommen. Da ist eine vernünftige Trainingsplanung kaum noch möglich“, erklärt Jabusch die Konzentration auf die Meisterschaften.
Neben den üblichen Crossbiathlonrennen werden die Oldenburger in diesem Jahr auch an einer etwas neueren Variante des Sommerbiathlons teilnehmen: dem Target Sprint. Hier wird jeweils nur eine 400 m-Runde (gesamt 3 Runden) mit insgesamt zwei Schießeinlagen gelaufen. „Diese Variante halte ich für deutlich zuschauerfreundlicher als die bisherigen Crossbiathlons. Ich könnte mir vorstellen, dass dies die Zukunft des Sommerbiathlons ist, zumal es hier schon Weltcuprennen gibt, während es im Crossbiathlon in Zukunft keine internationalen Meisterschaften mehr geben wird“, zeigen sich Jabusch und Hoppe begeistert vom Target Sprint. Einer der Weltcups findet Ende Mai in München statt. Mit dabei drei Oldenburger Schützen. An gleicher Stelle werden Anfang September die Deutschen Meisterschaften in dieser Disziplin veranstaltet.
Um auch weiterhin erfolgreich zu sein haben Jabusch und Hoppe im vergangenen Sommer beim Frauenbundestrainer der deutschen Biathleten Gerald Hönig hospitiert um sich hier weitere Anregungen für ihr Training zu holen. „Es gibt leider noch keine Trainerausbildung für den Sommerbiathlon. Ich muss mir meine Trainingskonzepte aus mehreren Sportarten zusammenbasteln. Mein Traum wäre es einmal einer der ersten ausgebildeten B-Trainer Sommerbiathlon zu sein“, erzählt Jabusch der solange noch selbst am optimalen Training für seine Athleten herumtüfteln muss.

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