Donnerstag, 19. Juli 2018, 11:58 Uhr
Planungsarbeit der Verwaltung

Schilda lässt grüßen

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Dangast Schilda lässt grüßen
Der Ort Schilda ist ein fiktiver Ort. Man hat ihn der Stadt Schildau zugeordnet, einer Kleinstadt in der Nähe von Torgau. Über Schilda wurde bereits 1598 berichtet. Ein Sammlung von Streichen und Geschehnissen von Bürgern, die mit den Anforderungen des täglichen Lebens nicht klarkamen oder die Dinge in seltsamster Form zur Ausführung brachten. Hat sich dieses Benehmen erhalten?
Schilda ist überall.
In vielen Veröffentlichungen der Medien wird über die Bürgernähe der Politiker und kommunalen Verwaltungen geschrieben. Die Damen und Herren geben vor, sich besonders dem Bürger zu widmen, der sie auch gewählt hat. So ist auch das demokratische System, dem wir so nahestehen wollen, überhaupt begründet. Sollte auch einmal die eigene Meinung der Politik oder Verwaltung nicht mit der der Bürger übereinstimmen, haben die Damen und Herren die Meinung der Bürger zu akzeptieren und zu vertreten. Das ist ( wäre )eine bürgernahe Entscheidung.
Es hat sich im Laufe der Jahre jedoch ein gewisses Eigenleben besonders in den Kreisen der die Richtung vorgebenden Damen und Herren eingeschlichen. In der Annahme, sie machen alles richtig, werden Entscheidungen getroffen, die oft in großer Distanz zu den Vorstellungen der Bürger liegen.
Ein markiges Beispiel von Eigenleben liefert die Verwaltung der Stadt in Dangast jüngst, als der Bau der Ferienwohnungen der Mutter-Kind-Klink begann. Es geht zwar nicht um eine Erweiterung der Klinik (MKK), sondern nur um Feriengäste, die man auch mit abkassieren möchte. Für die Klinik besteht kein Erweiterungsbedarf. Nun stellte man fest, dass das erworbene MKK Grundstück keine Zuwegung hat. In der Not kam die Verwaltung auf die Idee, die LKW und Lieferfahrzeuge werden auf dem Wanderweg, der quer durch Dangast führt, den Baugrund anfahren. Im Sinne der Bürgernähe wurden die Anlieger weder informiert noch befragt. Die Zuwegung ist direkt vor dem Haus Dauenser Str. 42. Verlassen die Bürger das Haus, stehen sie unmittelbar in dem LKW - oder Zufahrtsbereich zu den MKK-Ferienwohnungen. Das ist absolute die Eigenständigkeit der Verwaltung. Jedoch könnte es auch die blanke Hilfslosigkeit sein, da man vergessen hat, das Grundstück mit einer Zufahrt zu beplanen. Schilda lässt grüßen.
Blickt man als Bürger zurück in die Leistungsebene dieser Damen und Herren des Rates und der Verwaltung, fällt auf, dass die zahlreichen Versuche von Bürgern, das Umfeld der Stadt mitzugestalten, zerredet, unbeachtet, als nicht tragbar oder sonstwie abgewiesen werden. Da holt die Stadt teure Berater oder Fachleute, die dann mit vorbereiteten Argumenten während der Sitzungen die Mitwirkung der Bürger ausschalten, die Meinung des Rates vortragen und beschließen lassen. Dass die Vorschläge, Ideen, Meinungen der Bürger überhaupt als Eingang, mit oder ohne Stellungnahme bestätigt werden, gibt es nicht. Das ist die praktizierte Bürgernähe.
Wolfgang Half

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