Mittwoch, 28. März 2018, 16:25 Uhr
Spritzenhäuser / Feuerwehr / Baudenkmäler

Die alten Feuerwehrhäuser in Bramloge und Torsholt

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Zwei Baudenkmäler im Oldenburger Land.

Bramloge / Torsholt / Oldenburg Wenn man durch die Ortschaft Bramloge bei Varel fährt, so könnte einem als eines der auffälligsten Gebäude ein altes Spritzenhaus mit Turm ins Auge springen. Da lohnt es sich für den Interessierten auch schon einmal anzuhalten und einen näheren Blick darauf zu werfen, vielleicht sogar Fotos zu machen.
Im letzten Jahr gab die Oldenburgische Landschaft eine völlige überarbeitete Neuauflage ihres Überblickswerkes „Baudenkmäler im Oldenburger Land“ heraus. In diesem Buch ist nun auch das alte Feuerwehrhaus von Bramloge an der Wiefelsteder Straße beschrieben und abgebildet. Es wird dort in die 1920er-Jahre datiert.
Der Ziegelbau besitzt einen Schlauchturm zum Trocknen der Feuerwehrschläuche. Im besagten Buch wird auch das „spitz zulaufende Pyramidendach“ des Turmes erwähnt. Es gibt der Architektur ein besonders ansprechendes Aussehen. Außerdem prägen in der Vorderfront zwei große Holztore und eine kleinere hölzerne Eingangstür das Bild- alle drei grün gestrichen, wenn die Farbe auch abblättert.
In den „Baudenkmälern im Oldenburger Land“ erfährt man außerdem, dass das Bramloger Spritzenhaus bis 1967 genutzt wurde, als es von einem Neubau im benachbarten Obenstrohe abgelöst wurde.
Außerdem heißt es dort: „Der Baukörper erscheint in seiner Erhaltung gefährdet“. Das ist wohl glaubwürdig, denn das Gebäude macht einen vernachlässigten Eindruck. Die Scheiben der mehrsprossigen Fenster sind z.T. zerbrochen, was sich auch bereits auf der kleinen, aber deutlichen Buchabbildung erahnen lässt. Es müsste also etwas getan werden

Ein historisches Spritzenhaus gibt es auch in dem Ammerländer Dorf Torsholt bei Westerstede, Bei diesem handelt sich ebenfalls um einen Ziegelbau, es ist aber deutlich kleiner und hat auch keinen Turm. Vorne prägt ein großes zweiflügliges Holztor den Eindruck.
Die darüber befindliche Zahl 1908 könnte einen zu dem falschen Schluss führen, dass es sich um das Baujahr handelt. Doch aus der Torsholter Dorfchronik erfährt man, dass tatsächlich in diesem Jahr erst einmal die Ortsfeuerwehr gegründet wurde. Das Spritzenhaus wurde etwas später errichtet. Die Ausschreibungen dafür erfolgten 1913. Diesen zufolge seien für den Bau Kosten von etwa 600 Mark vorgesehen gewesen. Im Torsholter Feuerwehrhaus bekam eine Handdruckspritze ihren Platz.
Die Torsholter Ortschronik ist beispielsweise im Stadtarchiv Westerstede einsehbar und kann in der Stadtbücherei Westerstede entliehen werden.

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