Dienstag, 19. Januar 2021, 17:06 Uhr
Coronainformation

Corona Info zur Impfung

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Corona-Schutzimpfung in Friesland: Landkreis, Städte und Gemeinden legen weiteres gemeinsames Vorgehen fest; Personen über 80 Jahre werden per Schreiben informiert  

Varel / Bockhorn / Zetel Der Landkreis Friesland und die Städte und Gemeinden haben basierend auf den aktuellen Informationen, die in dieser Woche durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung an alle impfberechtigten Personen über 80 Jahre versendet werden, mit dem Hinweis zum Start der Impfzentren in Niedersachsen, über das weitere Vorgehen in Friesland beraten.

 

In einer heutigen Sondersitzung des Landrates und der Bürgermeister wurde gemeinsam folgendes festgelegt:

 

1)      Landkreis informiert impfberechtigte Personen über 80 Jahre in einem eigenen Schreiben, Start des Impfzentrums frühestens in zweiter Februarwoche möglich

Der Landkreis Friesland wird, in enger Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden, die impfberechtigten Personen über 80 Jahre in einem Schreiben über Details zum Ablauf, Anfahrtsmöglichkeiten und zu einem Fahrdienst für Personen mit eingeschränkter Mobilität (siehe Punkt 2) informieren.

 

Abhängig von der Lieferung des Impfstoffs ist der Start der Impfungen im Impfzentrum möglich und nach den derzeit bekannten Lieferterminen und Mengen kann dies frühestens in der zweiten Februarwoche erfolgen.

Frühzeitig vor diesem Start werden die Bürgerinnen und Bürger somit per Brief informiert.

 

 

2)      Angebot von Fahrdiensten durch Städte und Gemeinden: Transportmöglichkeit zum Impfzentrum für Personen über 80 Jahre mit eingeschränkter Mobilität

Die Städte und Gemeinden werden für ihre Bürgerinnen und Bürger mit eingeschränkter Mobilität einen Fahrdienst zum Impfzentrum anbieten. Voraussetzung ist, dass die Krankenkassen einen solchen Transport nicht übernehmen. Das entsprechende Angebot wird derzeit im Detail ausgearbeitet und frühzeitig vor Start der Impfungen im Impfzentrum veröffentlicht, unter anderem wird hierzu der Landkreis ein Schreiben an alle Personen über 80 Jahre versenden.

 

Das Angebot und die Organisation der Fahrdienste erfolgt durch die Städte und Gemeinden, der Impfstab des Landkreises Friesland übernimmt die Koordination.

Diese Unterstützungsangebote werden nach Bedarf und den aktuellen Entwicklungen angepasst.

 

 

3)      Inselgemeinde Wangerooge

Aufgrund der Insellage und somit der begrenzten medizinischen Versorgung vor Ort, wurde für die Bewohnerinnen und Bewohner auf Wangerooge vereinbart, dass die besonders gefährdeten Personen (gemäß Prioritätenliste Gruppe 1, über 80 Jahre) durch ein mobiles Team auf der Insel geimpft werden. Auch dies ist abhängig von der Lieferung des Impfstoffs und kann nach aktuellen Kenntnissen frühestens Mitte Februar erfolgen. Die betroffenen Personen werden darüber informiert, sobald weitere Details vorliegen.

 

 

4)      Impfzentrum – dezentral aufgrund geringer Menge an Impfstoff aktuell nicht möglich

Gemäß geltender Landesvorgabe kann im Landkreis nur ein zentrales Impfzentrum bereitgestellt werden. Dieses ist in Friesland seit 15.12.2020 einsatzbereit.

 

Aufgrund der derzeit geringen Menge an Impfstoff, ist die Umsetzung einer dezentralen Impfeinrichtung aktuell leider nicht möglich. Landrat und Bürgermeister sind sich einig, dass hierfür zunächst eine ausreichende Menge an Impfstoff verfügbar sein muss, um diese auch gleichermaßen in allen Kommunen dezentral anbieten zu können.
Denn bei einer dezentralen Impfung in den Städten und Gemeinden müsste derzeit eine Priorisierung stattfinden, wann und in welcher Gemeinde geimpft wird. Nach jetzigem Stand, erfolgt eine Lieferung von rund 1.000 Impfdosen alle 18 Tage. Das bedeutet, dass mindestens immer rund 3 Wochen zwischen den Impfterminen in den unterschiedlichen Gemeinden liegen würden und diese nur mit entsprechend zeitlichen Abstand nacheinander versorgt werden könnten. Zwischen der ersten und der letzten Gemeinde würden somit insgesamt mindestens rund 108 Tage liegen (ggfl. ein längerer Zeitraum, wenn die 1.000 Impfdosen für eine Gemeinde nicht reichen und in dieser Gemeinde erst abschließend geimpft wird). Diese Situation wird zu Diskussionen über die Priorität der Gemeinden führen und würde in den Gemeinden, in denen später geimpft wird, als ungerecht bewertet werden.  

 

Das Land gibt die Menge des Impfstoffs und die Liefertermine vor – darauf hat der Landkreis keinen Einfluss. Die Planungen und Entscheidungen wird der Landkreis, in Absprache mit den Städten und Gemeinden, weiterhin jederzeit kurzfristig und der jeweiligen Situation angepasst treffen. Das bedeutet auch, sobald eine höhere Menge an Impfstoff verfügbar ist, wird gemeinsam erneut über dezentrale Angebote beraten und kurzfristige Entscheidungen werden getroffen.

 

 

Hintergrundinformation - bisherige Entwicklungen und weiterer Zeitplan:

Gemäß Vorgabe des Landes Niedersachsen ist das Impfzentrum des Landkreises Friesland seit 15.12.2020 einsatzbereit. Abhängig von der Verfügbarkeit und Lieferung des Impfstoffs kann der Betrieb jederzeit aufgenommen werden. Die Menge des Impfstoffs und die Liefertermine werden vom Land festgelegt. Vorgegebenen ist auch, in welcher Reihenfolge bestimmte Personengruppen eine Impfung erhalten können, so erfolgt zuerst die Impfung u.a. besonders vulnerabler Personengruppen.

 

Die erste Impfstoff-Lieferung hatte der Landkreis am 2.1.2021 erhalten und umgehend am 4.1.2021 mit den Impfungen in stationären Pflegeeinrichtungen begonnen, sowie mit der Impfung von Pflegekräften und Ärztinnen sowie Ärzten in den Friesland-Kliniken, die einem besonders hohen Ansteckungsrisiko wie in Notaufnahmen und auf Covid-19- sowie Intensivstationen ausgesetzt sind. Innerhalb von einer Woche wurden rund 1.100 Personen durch mobile Teams geimpft.

Zum weiteren Zeitplan – Stand 19.1.2021:
Gemäß derzeit bekannter Planung des Landes wird der Landkreis am 20.1. und am 7.2. jeweils weitere rund 1.000 Impfdosen erhalten. Die Lieferung am 20.1. wird noch vollständig für die Impfung der weiteren Personen in den Pflegeeinrichtungen (insgesamt rund 2.500 Personen, gemäß Land Gruppe 1) benötigt, von der Lieferung am 7.2. wird hierfür noch etwa die Hälfte der Impfdosen benötigt. Auch die Personengruppe der mobilen Pflegeteams gilt es dann noch zu impfen, auch hierfür erarbeitet der Impfstab derzeit das konkrete Vorgehen.
Ein Start der Impfungen im Impfzentrum für alle weiteren Personen ist somit nur mit einer begrenzten Anzahl an Impfdosen und frühestens in der zweiten Februarwoche möglich - abhängig von der Lieferung des Impfstoffs. Das Land hat angekündigt, dass in den nächsten 2 Wochen BioNTech/Pfizer seine geplanten Liefermengen verringert. Ob und wie sich das auf die Lieferung am 7.2. auswirkt, ist noch nicht bekannt.

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