Donnerstag, 30. Juni 2016, 08:12 Uhr
Planung?

Mülltonnentourismus statt öffentliche Parkplätze

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So kann ma auch planen - da freut sich der Investor! Egal was die anderen denken...

Varel / Zetel / Bockhorn
Klar sieht es hässlich aus, wenn gelbe Säcke und Mülltonnen auf den kleinen Grundstücken vor den "Kapintainshäuser" in der dicht bebauten Sandkuhle stehen und dann zur Abfuhr an die Straße gebracht werden müssen.

Doch nun im Zuge des Bebauungsplanes den Hausmüll auf öffentliche Verkehrsflächen (öffentliche Parkplätze sollen zur privaten Sammelstelle werden) in der Mitte eines touristischen Knotenpunktes vor der Haustür der anderen zu sammeln, nenne ich nicht gerade sozial ausgewogen und planerisch gut überlegt. Aber der so genannte Planungsausschuss teilt hier meine Bedenken offensichtlich nicht. Trotzdem habe ich noch fragen:



MMW, Iko Chmielewski, Schulstr.10, 26316 Varel

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

da meine mündliche Fragen in der gestrigen Sitzung nicht beantwortet wurden, bitte ich nunmehr um schriftliche Beantwortung.

Soweit ich informiert bin, wurde der westliche Zipfel des Planungsgebietes "Deichhörn Süd" (212b) nicht vom Investor erworben. In dem Auslegungsbeschluss von gestern wurde uns aber ein Plan vorgestellt, in dem der Investor zugunsten einer optimalen Ausnutzung seines Geländes mit Wohnbebauung, die Sammelstelle für den Hausmüll der neuen Anlage in der Mitte des öffentlichen Areals (Verkehrsfläche/Parkplätze) der Stadt Varel plant.

Wurde bereits ein Kaufantrag auf diese Flächen gestellt?
Wie hoch wird der Verkaufspreis für diese Flächen werden? *
Kann es sich der Kurbetrieb wirklich leisten weitere 14 öffentliche Parkplätze (an der Straße "Am Alten Deich") zu privatisieren, auf dem dann später nur privater Müll gesammelt werden soll?

Mit besten Grüßen

Iko Chmielewski


*) da es sich zum einem ja um bereits ausgebaute öffentliche Parkplätze handelt, die wir ja an anderer Stelle im Interesse des Allgemeinwohls ersetzen müssen

und zum anderen dem Wesen nach dann (wenn es als Sammelstelle der neuen Wohnungen genutzt wird) um Baulandersatz, weil der Investor so seine bereits gekauften Flächen so besser für die reine Wohnbebauung ausnutzen kann)

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