Mittwoch, 10. September 2014, 15:38 Uhr
ein Leben der Musik verbunden

Ein Leben für die Chormusik - Willi Adam 95

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Willi Adam feierte am 12. September seinen 95. Geburtstag

Oldenburg Der in Schwerin geborene Wilhelm Adam zählt zu den ältesten Chorleitern in Norddeutschland- so schrieb die Nordwest Zeitung 2009 anlässlich seines 90. Geburtstages am 12. September. 

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges lebte er zunächst in Hamburg, bevor er 1957 seine Heimat in Oldenburg fand. Beim Norddeutschen Rundfunk fand er eine Anstellung, wo er für den musikalischen Bereich zuständig war. Als ausgebildeter Militärmusiker beherrscht Willi Adam mehrere Instrumente, doch die Violine ist sein Lieblingsinstrument, bis heute. Er spielt sie mit Hingabe und Leidenschaft, schwärmt Karl Köhler vom ehemaligen Gesangverein Ofenerdiek noch heute.

In Nadorst leitete er dreieinhalb Jahre den Männergesangverein "Friedrich Wilhelm", übernahm dann 1963 den "Gesangverein Ofenerdiek" mit einem Frauen-, Männer- und einem Gemischten Chor. Er blieb dem Chor 50 Jahre treu. Karl Köhler hat noch heute größten Respekt vor diesem großartigen Dirigenten. Auch die Vorsitzende des Frauenchors Ofenerdiek, Enny Brandes, hat über Jahrzehnte unter der Leitung von Wilhelm Adam gesungen. Nachdem er das Dirigat des Männergesangvereins abgegeben hatte, konnte sie ihn aber für eine weitere Zusammenarbeit mit dem "Frauenchor Ofenerdiek" gewinnen.

Sein größtes Kapital waren seine Ohren, erinnert sich der 1. Vorsitzende Werner Fuhlrott vom "Männerchor Osternburg-Drielake e.V." Er hörte jede noch so kleine Unstimmigkeit- er hörte einfach alles!
Von 1970 bis 1987 leitete Wilhelm Adam den "Quartettverein"- Stadtmitte, der sich dann mit der "Arbeiter-Liedertafel" zusammenschloss und sich von da an "Chorgemeinschaft Osternburg" nannte.

Bei Wind und Wetter fuhr er von seinem Wohnort Wahnbek mit dem Fahrrad zu den Chorproben nach Osternburg, aber auch nach Ofenerdiek. Weit über die Grenzen Oldenburgs hinaus kannte man Wilhelm Adam, der immer wieder durch herausragende Leistungen seines Dirigats begeistern konnte und das Spiel mit seiner Violine ist unvergessen.

Heute lebt er in einem Seniorenheim an der Alexanderstraße, dort hört er seine Musik und freut sich sehr über die Besuche seiner ehemaligen Sängerinnen und Sänger.

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