Sonntag, 08. April 2018, 17:50 Uhr
Oldenburgische Landschaft

Landschaftstag 2018 in Schortens

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jedes Jahr wieder ein Erlebnis

Oldenburg / Schortens / Jever Gerne folgten wir der Einladung der Oldenburgischen Landschaft nach Schortens. Der Landschaftstag sollte im Bürgerhaus stattfinden. Der Landkreis Friesland hatte sich bereit erklärt, diese Feier auszurichten. Präsident Thomas Kossendey und Dr. Michael Brandt hatten alles für eine ansprechende Feier getan. "Es ist eine gute Tradition, dass unser Treffen im Frühjahr jeweils einen besonderen Charakter hat". So stand es in der Einladung. Essen und Trinken hält Laib und Seele zusammen, und es war wohltuend, dieses umzusetzen. Leckere Brötchen, Kaffee und Tee, es war am frühen Morgen ein guter Genuss. 
Alle kreisfreien Städte veranstalten im Wechsel den Landschaftstag. Für die musikalische Begleitung sorgte in diesem Jahr die Musikschule Friesland-Wittmund. Mit Herz, Gefühl und Seele gaben die Musiker ihre Melodien zu Gehör.
Die plattdeutsche Sprache wird gefördert, ein großes Anliegen von Stefan Meyer
Die Oldenburgische Landschaft ist für unbürokratische Hilfe bekannt. Kultureinrichtungen werden unterstützt.
Ein großes Projekt ist die "plattdeutsche Sprache". Kulturreferent Meyer findet hier seine Aufgabe, es ist sein "Ding". Diese Sprache darf nicht verloren gehen. Bei den Vorlesewettbewerben 2017 habe ich mit der Grundschule Etzhorn dazubeigetragen, diese Sprache zu fördern und zu erhalten. Die Kinder können es, wenn man ihnen zur Hand geht.

Unsere oldenburgische Vergangenheit ist sehr interessant. Vor 200 Jahren wurde Prinzessin Amalie zu Oldenburg geboren, die später Prinz Otto von Griechenland heiratete und sie Königin von Griechenland wurde. Doch sie fühlte sich nicht heimisch und Otto ging mit ihr der Liebe wegen zurück nach Deutschland. Sie lebten bis zu ihrem Lebensende in Bamberg.
Oldenburg-Geschichte, sie darf nicht verloren gehen. Es ist Ziel der Oldenburgischen Landschaft, sie weiter in unseren Herzen zu verankern.
Landrat Sven Ambrosy, vom Landkreis Friesland, hielt eine kurzweilige Ansprache und man musste doch schon sehr häufig "smustern", so würde Stefan Meyer vielleicht sagen. Alles brachte er auf den Punkt, am Ende versprach er uns, jeden Einzelnen anzurufen, wenn er nicht wiederkommt. 
Björn Thümler gehörte 13 Jahre dem Vorstand der Landschaft an, doch nach seiner Berufung als Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, legte man ihm nahe, dieses Amt niederzulegen. Er weiß, Kunst und Kultur sind für die Menschen wichtig, sie halten die Gesellschaft zusammen. Und eine Gesellschaft die nicht weiß, woher sie kommt, weiß nicht, was Heimat ist. Es müssen Heimatbegriffe geschaffen werden, dazu gehört die plattdeutsche Sprache und sie muss gesprochen werden.

Im Anschluss an die Festveranstaltung durften wir nach Wunsch nach Neustadtgödens oder nach Jever fahren. Busse brachten uns dorthin. Es war an alles gedacht worden. In dem prachtvollen Kostüm des "Ausrufers" erfuhren wir etwas von den fünf Kirchen in dem kleinen Ort. Fünf Glaubensrichtungen waren um 1600 dort vertreten, sie tolerierten sich, doch die Weite des Landes, sie machte es ihnen schwer den Lebensalltag zu meistern.

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