Samstag, 01. Dezember 2018, 14:59 Uhr
Leben retten

Defi-Schulung in Etzhorn bei Martin Wehner

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Not kennt kein Gebot

Oldenburg / Rastede / Wardenburg In Etzhorn gibt es seit 14 Tagen einen AED (Automatisierter externer Defibrillator). (links von der Eingangstür zu BRUNO, unserem Bäcker.) Doch wie wendet man ihn an, was muss getan werden?
Martin Wehner hatte sich bereit erklärt Schulungen zu veranstalten und es war gut so, denn die Angst, etwas nicht richtig zu machen, ist groß und er möchte uns diese Angst nehmen.
 
Martin hat alles aufgeschrieben und ich gebe diesen Text so weiter:

Warum ein 24. Std. AED in Etzhorn?
In Oldenburg werden jährlich ca. 120 Reanimationen vom Rettungsdienst durchgeführt, davon ca. 60-70 % Patienten mit Kammerflimmern, also Patienten mit einer Indiktion für AED!

Warum nicht auf den Rettungsdienst warten?
Jede Minute Kreislaufstillstand bedeutet etwa 10% Verlust vom Herzen, Rettungsdienste müssen innerhalb von 15 Minuten am Einsatzort sein, für eine erfolgreiche Reanimation ist der Zeitraum zu lang.

Bei einem Kammerflimmern reicht die Herzmassage nicht aus um ausreichend Blut in die Herzkranzgefäße zu bringen, hier ist der sofortige Einsatz eines AED erforderlich. 

Einbindung in den Rettungsdienst der Stadt Oldenburg. Dieser AED ist bei der Rettungsleitstelle gelistet, d.h. dass bei Notrufen aus der Nähe auf diesen AED hingewiesen wird!

Der AED darf auch von Personen ohne Schulung eingesetzt werden!
"Not kennt kein Gebot"

Bei Fragen zur Reanimation jederzeit "Info-Taste (blau)" drücken

Kinderschlüssel für Kinder bis 8 Jahre bzw. 25KG/Körpergewicht. Ist er nicht vorhanden, kann auch bei Kindern auf den Kinderschlüssel verzichtet werden. (In unserem Koffer ist er vorhanden).

Die Reanimation ist die erste Maßnahme bei einem Kreislaufstillstand. Der AED wird erst von einem Zweithelfer zum Einsatz gebracht. 

Reanimation nicht länger als 5 Sekunden unterbrechen.

Die optimale Reanimation beinhaltet die Herzmassage 100-120 Takte pro Minute und die Beatmung im Verhältnis 30:2.

Martin Wehner war jahrelang bei den JOHANNITERN tätig und hat gesehen, dass die Zeit ein großer Faktor ist, um Leben zu retten.

Es war eine gute Möglichkeit an "WILLI" unseren Defi ausprobieren zu dürfen. 

Martin machte uns immer wieder Mut. Nichts zu tun, bedeutet Stillstand- und hier im wahrsten Sinne des Wortes --Herzstillstand--.

Der Bürgerverein Etzhorn lobt den großen Einsatz von Martin. Er ist Initiator, mit zwölf weiteren Etzhornern gehört er zu den Spendern des Defibrillators, er schult Interessierte, er stellt seine Praxiräume dafür zur Verfügung. Martin, wir sind froh, dich in unserer Mitte zu wissen.

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