Montag, 21. September 2020, 19:59 Uhr
ÖDP / Carsten Krehl / Klimaschutz

Carsten Krehl neu im Bundesvorstand der ÖDP

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Vechta / Vechta-Kreis / Oldenburg-Zentrum „Von Suhl soll ein Aufbruchssignal ausgehen. Fast 40 Jahre nach unserer Gründung sind unsere Themen endlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Zeit ist reif für die ÖDP!“ Mit diesen Worten dankte Christian Rechholz der Mehrheit der Delegierten, die ihn in Suhl zum neuen Bundesvorsitzenden der ÖDP gewählt haben. Rechholz folgt auf Christoph Raabs, der das Amt des Vorsitzenden seit 2018 innehatte. 

„Wir wollen der ökologische Bienenstachel in der Politik sein,“ erklärt Christian Rechholz in Anspielung auf das Volksbegehren, mit dem die ÖDP die Naturgesetzgebung in Bayern deutlich verbessert hat.Nach der Wahl des Bundesvorsitzenden bestimmten über 200 Delegierte der ÖDP, wer im neuen Bundesvorstand der Partei arbeiten wird. Dessen künftige Zusammensetzung zeigt, wie bunt die Partei ist: Der 21-jährige Student Jan-Philipp van Olfen ist der jüngste im Gremium, der 79-jährige ehemalige ÖDP-Europaabgeordnete, Prof. Dr. Klaus Buchner, das erfahrenste Mitglied.

Aus dem Kreisverband Diepholz/Vechta ist der 46-jährige Familienvater Carsten Krehl als Beisitzer in den Bundesvorstand gewählt worden.
"Ich werde mich verstärkt dafür einsetzen, dass soziales und ökologisches miteinander verknüpft werden!", so Krehl.

In ihren Reden stellen Mitglieder der ÖDP fest, dass Corona viele Fehlentwicklungen in unserer Gesellschaft noch deutlicher zum Vorschein bringt. Weltweit zeigt die Krise deutlich, welche Berufsfelder wirklich für uns alle relevant sind: Medizin, Pflege, Ernährung, Infrastruktur, Polizei, Medien, Energieversorgung, Schulen. Die meisten dieser Berufsgruppen sind jedoch chronisch unterbezahlt. Schon lange vor der Corona-Pandemie hat die ÖDP in ihrem Wahlprogramm ein Erziehungs- und Pflegegehalt gefordert, das wertvolle Arbeit der Familien würdigt.

Manuela Ripa hat Prof. Dr. Klaus Buchner als Abgeordnete im Europäischen Parlament abgelöst. Die Juristin, Jahrgang 1976, Mutter zweier Kinder, setzt sich besonders für gesunde Ernährung und gegen Tierquälerei ein: „Wir brauchen ein einheitliches EU-Siegel auf Fleischverpackungen mit Fotos der Haltungsformen für bewusste Kaufentscheidungen, für eine schnelle Abschaffung der Massentierhaltung,“ erklärte Manuela Ripa in Suhl. Die Saarländerin weist darauf hin, dass andere ökologisch orientierte Parteien hier Machtpolitik dem Tierwohl opfern: „Statt sich mit aller Kraft gegen die Qualhaltung der Schweine in Kastenständen zu wehren, haben die Grünen dafür gestimmt, mindestens 8 Jahre so weiter zu machen - das ist kein Tierschutz, sondern Gefälligkeitspolitik gegenüber der Agrarlobby!“

Wachsender Fleischkonsum wirkt sich auch schlecht auf das Klima aus. Unlöschbare Waldbrände und katastrophale Überschwemmungen zeigen in immer kürzeren Abständen, wie ernst die Lage bereits ist. Die ÖDP will sich jetzt noch besser mit Fridays for Future und anderen jungen Bewegungen für den Schutz des Klimas vernetzen. „Der Klimawandel lässt uns keine Zeit mehr. Wir haben die richtigen Antworten dafür. Das wollen wir den Menschen noch deutlicher machen“.

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