Kreuzfahrten - Was ist denn nun richtig?
Vor Jahren noch angepriesen als tolle, umweltbewusste Urlaubsform - und nun? All das soll auf einmal nicht mehr gelten? Brauchen Kreuzfahrtriesen nun auch die grüne Plakette?
Bad Zwischenahn
Einmal im Leben eine Kreuzfahrt machen? Einmal im Leben in einer schwimmenden Stadt durch das Mittelmeer, über den Pazifik, in die norwegischen Fjorde oder ganz einfach nur über die Ostsee schippern. Ein Traum! Oder gar der Albtraum, wie nun die neuesten Meldungen und Untersuchungen ergaben.
Nun soll uns dieser Urlaub auch noch vermiest werden, und das genau von der Seite und von den Menschen, die diese Urlaubsform vor Jahren noch angepriesen haben wie Sauerbier, um ?die Umwelt zu schonen?!
Vor vielen Jahren, als hierzulande von den ?Grünen? und ?BUND? das Thema Umweltschutz hochgekocht wurde, uns das Thema Feinstaub täglich mehrmals um die Ohren flog, und als Folge daraus die verlogene und unberechtigte Feinstaubplakette eingeführt wurde, setzte ich mich hin und schrieb einen Bericht über die Dreckschleudern Frachtschiffe. Dabei hatte ich die ?sauberen? Kreuzfahrtriesen noch gar nicht mal im Blick. Auslöser war ein Frachter, der mir ins Blickfeld kam, als ich Urlaub an der Elbe machte. Ich machte mir Gedanken bei diesem den schwarzen Qualm in die Luft pustenden Frachter und fragte mich, wie viel Feinstaub er wohl ausstößt von dem Augenblick, als ich ihn erblickte bis zu dem Zeitpunkt, als er meinen Augen entschwand. Damals sagte ich, es ist mehr als alle im Ammerland zugelassenen Pkw´s und Lkw´s in ihrem ganzen ?Leben? ausspucken können.
Ein Fachmann, der lange Jahre Schiffe auf der Bremerhavener Lloyd ? Werft zusammenbaute, schrieb mir damals, es wäre das sogenannte Bunker ? C-Öl, was auf diesen Schiffen verbrannt wird, also Öl, was anderweitig nicht mehr verwendet werden kann und als Sondermüll gilt. Diese Schiffe sind, so schrieb er, ?ganz legale, subventionierte Giftmüll ? Verbrennungsanlagen?!
Die Reaktionen auf meinen Bericht waren allerdings nicht die besten. Heutzutage nach diesen neuen Untersuchungen und Erkenntnissen von offizieller Seite hat sich das natürlich geändert. Muss ja auch, denn ein normal denkender Bürger hat sowieso keine Ahnung!
Was mich nun allerdings seit Bekanntwerden dieser offiziellen Meldungen stutzig macht, ist die Frage nach Umwelt- Partei und Verbänden und ihrem Umweltschutz. Wo waren sie damals, als ich den ersten Bericht darüber schrieb??? Nur ganz wenige haben sich damals mit meinem Thema beschäftigt!
Übrigens, nach wie vor werde ich, wenn sich mir die Gelegenheit bietet, eine Schiffstour machen. Das ist wunderschön. Fast ganuso schön wie ein Flug in meine Urlaubsregion. Ach so, wieviel Dreck stößt ein Jumbo eigentlich aus??
Leserkommentare (2)
Eine Rechnung am Beispiel von AIDA: Bislang wird nach Angaben des Unternehmens noch mehr als 90 Prozent der Energie an Bord der acht Schiffe durch das Verbrennen von Schweröl produziert. Würde AIDA aufs Schiffsdiesel oder Gasöl umsteigen, würde das rechnerisch knapp 30 Millionen Euro pro Jahr kosten. Das entspräche weniger als 40 Euro pro Passagier.
AIDA verweist jedoch darauf, dass schwefelarmer Schiffsdiesel nicht überall in ausreichenden Mengen zur Verfügung stehe. Markus Wohsmann, Pressesprecher von AIDA, betont außerdem, dass sein Unternehmen seit Jahren umfangreich in Umweltschutz-Maßnahmen investiere. Im weltweiten Vergleich habe die AIDA-Flotte besonders effiziente Motoren mit einem geringen Energieverbrauch. Zudem verweist Wohsmann darauf, dass die AIDA-Schiffe in einigen Gebieten wie der Ostsee mit schwefelarmem Treibstoff unterwegs seien.
Geht z. B. am 23.04. wieder auf die Donau bis Budapest (direkt bei Hanseat schauen;-)
Zugfahrt ist im Preis von 599EURO schon drin bis Passau und es kommen so gut wie keine Nebenkosten dazu, weil Getränke eingeschlossen. Ich bin von den Fahrten mit NWZ bzw. Hanseat immer wieder begeistert:
http://www.mein-nordenham.de/Fotos/Album-ansehen_2855/
Kurz vor Weihnachten haben wir auch noch Passau-Nürnberg mitgemacht; Album kommt die nächsten Tage.
Gruß
Hilde