Mittwoch, 17. Juli 2019, 15:59 Uhr
Fritz Höger / Museum für Kunst und Gewerbe / Backsteinexpressionismus

Fritz Höger im Oldenburger Land

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Historische Aufnahmen vom Rathaus Wilhelmshaven und von Städtischen Krankenhaus Delmenhorst im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg.

Bad Zwischenahn / Westerstede / Wilhelmshaven/Delmenhorst/Hamburg Im Rahmen des Themenschwerpunkts „100 Jahre Bauhaus“ berichtete Jasper Rittner am 10. Juli 2019 in den Ammerländer Nachrichten über den Wasserturm in Bad Zwischenahn, der von dem bekannten Architekten Fritz Höger entworfen wurde. Wikipedia nennt ihn einen der führenden Vertreter des so genannten Backsteinexpressionismus. Dieser auch „Klinkerexpressionismus“ genannte Baustil fand besonders im Deutschland der 1920er-Jahre Verbreitung.

Höger hat im Oldenburger Land weitere Spuren hinterlassen: An erster Stelle zu nennen ist da das ehemalige Rüstringer Rathaus, jetzt Rathaus Wilhelmshaven (erbaut 1928-29), zu dem auch ein Wasserturm gehörte. Fritz Höger war außerdem für die Fassadengestaltung des 1928 eingeweihten Städtischen Krankenhauses in Delmenhorst verantwortlich. Und von ihm stammt der Wasserturm in Hohenkirchen im Wangerland.

Der Architekt lebte und arbeitete in Hamburg. Im dortigen Museum für Kunst und Gewerbe gibt es eine schöne Serie historischer Fotografien mit Bauwerken Högers. Dazu zählen auch vier Bilder vom Wilhelmshavener Rathaus – drei Außenaufnahmen und eine vom Treppenhaus – sowie eine Fotografie vom dem erwähnten Krankenhaus in Delmenhorst. Siehe dazu die Abbildungen zu diesem Artikel.

Die genannten Aufnahmen stammen alle aus dem Photoatelier Gebrüder Dransfeld, das seit 1904 ebenfalls in Hamburg ansässig war, bzw. konkret von Carl Dransfeld. Dem Atelier ist wahrscheinlich auch eine Porträtaufnahme von Fritz Höger im Museum für Kunst und Gewerbe zuzurechnen.

Seit 2015 ist das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg dabei, seine Sammlung auf seiner Website online zu stellen, und zwar unter der Rubrik „Sammlung online“. Das betrifft sowohl Bilder von den Museumsstücken des Hauses als auch historische Fotografien. Die Daten werden laufend erweitert und aktualisiert. Auch die Fotoserie zu Fritz Höger ist hier verfügbar. Man darf sogar alle Bilder, auf die kein Dritter mehr Urheberrechte hat, als „Public Domain“ herunterladen und völlig frei nutzen. Die Museumsleute versprechen sich davon einen Wissenszuwachs wie auch einen Werbeeffekt.
Siehe auch die Mein NWZ online-Beiträge zu einem Pianino aus Oldenburg und zu einem Fikensolter Gutsbesitzer.

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