Montag, 15. November 2010, 10:27 Uhr
Ewe / Gaspreis / Medien

Einige Mitglieder des FDP Ortsverband Bad Zwischenahn fordern konkrete Zahlen von der EWE

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Die EWE hat weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit bereits einen eigenen TV-Sender gegründet.

Bad Zwischenahn Die EWE hat weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit bereits einen eigenen TV-Sender gegründet. Starten soll der Sendebetrieb in Cloppenburg, Cuxhaven und Leer, wo in einem Pilotprojekt drei neu Studios eingerichtet wurden. Sendestart könnte frühestens im Januar 2011 sein. New Content Media ist eine 100-prozentigen EWE-Tochter und hält 24,9 Prozent an Heimat Live; stärker darf sich die EWE als öffentliches Unternehmen laut Landesmediengesetz nicht an Rundfunkunternehmen beteiligen. Die verbleibenden 75,1 Prozent sollen wohl laut NWZ in verschachtelten EWE nahen Firmen geführt werden. Die EWE liefert bereits Hausanschlüsse, bei denen die Glasfaserkabel direkt bis ins Haus des Kunden gelegt werden. Diese neue Generation der Netztechnik garantiere unabhängig von der Länge der jeweiligen Anschlussleitung die gleiche Geschwindigkeit für jeden Internetzugang im Verlauf des Glasfaserstrangs. Die Technologie ermöglicht nach Angaben des Unternehmens Übertragungsraten bis zu 50 Megabit/Sekunde. EWE Tel ist die einzige Telekommunikationsgesellschaft in Oldenburg, die Privatkunden solche Glasfaser-Hausanschlüsse anbietet. Diese Monopolstellung in der Netz- Leitungsbereitstellung bedeutet nicht automatisch auch noch die Programmbereitstellung wie sie der EWE Sender Heimat Live aufbauen möchte. Der FDP Ortsverband Bad Zwischenahn hat die Fernseh-Pläne der EWE kritisiert. Uns fehlt das Verständnis dafür, dass der Konzern angesichts der anstehenden anteiligen Gaspreisrückzahlung die Investitionen drosseln wollte, aber gleichzeitig Geld in das Medienprojekt stecken will. Die FDP fordert klare Aussagen darüber, aus welchen Mitteln die EWE das Fernsehprojekt finanzieren will. Kritik kommt von der FDP auch im Zusammenhang mit der von der EWE angekündigten Gaspreiserhöhung um 15,9 Prozent zum Dezember. Immer wieder sei von den Mitgliedern die Einschätzung zu hören, dass die Gaspreis-Erstattung aus der Erhöhung refinanziert werden solle. Daher sei es unerlässlich, die Preiskalkulation transparent darzustellen. Damit ist man quasi wieder am Anfang der Debatte: Die nicht gegebene Nachvollziehbarkeit früherer Erhöhungen hatte zu den ersten Klagen gegen die EWE geführt. Das Unternehmen hatte stets argumentiert, aus Konkurrenzgründen nicht alle Informationen offenzulegen. Wir werden angesichts der Tatsache, dass die Gaspreise zum 1. Dezember um 15,9 Prozent steigen, nicht hinnehmen, dass die Investitionen in ein Regionalfernsehen vor allem aus den Erlösen der Energiesparte finanziert werden. Diese Steigerung ist nicht hinnehmbar wenn davon aber auch noch Medienpläne finanziert würden.

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