Sonntag, 12. November 2017, 17:11 Uhr
Denksport / Schach / Mannschaftswettkämpfe

Ammerland 1 behauptet sich im internen Wettkampf knapp

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In der Verbandsliga West setzen sich die Favoriten mit 4,5:3,5 durch

Bad Zwischenahn / Rastede / Oldenburg Die 2. Runde der Schachmannschaftswettkämpfe brachte ein Familientreffen zustande. Die 2. Mannschaft der Ammerländer Schachfreunde wollte es der favorisierten 1. Mannschaft zeigen und hatte sich ordentlich vorbereitet. Leider bekam diese aber einen kleinen Vorsprung gleich zu Beginn, da ein Spieler der 2. Mannschaft plötzlich erkrankt und kein Ersatz mehr zu bekommen war. Doch es sollte trotzdem denkbar knapp werden, denn beide Mannschaften waren in ihrer Bestbesetzung angetreten.

Die erste Partie endete nach 14 Zügen aber fast 3 Stunden verbrauchter Bedenkzeit zwischen Thomas Künzler und Reent Dopychai im erreichten ungleichfarbigen Läuferendspiel unentschieden. Zu diesem Zeitpunkt war an den übrigen Brettern kaum eine vorteilhafte Einschätzung für eine Partei vorzunehmen, wenn man von Brett 8 absieht. Hier hatte Henning Reins seinen Kontrahenten Kilian Pallapies mit einer Fesselung gehörig unter Druck gesetzt und es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, wann der volle Punkt eingefahren wird. So sollte es dann auch noch vor der Zeitkontrolle sein. Bei Martin da Costa gegen Frank Schulze war alles weitgehend im Gleichgewicht. Lediglich das Läuferpaar sprach geringfügig für Martin. Carsten zur Brügge hatte gegen Julian Hans am 4. Brett eine schöne Angriffsstellung. Da aber Julian auch Gegenangriffsversuche startete, war noch nicht so ganz auszumachen, wie das Ergebnis am Ende ausfallen sollte. Die übrigen 3 vorderen Bretter zeichneten sich durch unklare Stellungsbilder mit verteilten Chancen aus. Allen gemeinsam war allerdings die knappe Zeit der Spieler der 1. Mannschaft, die bei noch auszuführenden 10 bis 20 Zügen allesamt nicht mal mehr 15 Minuten zur Verfügung hatten.

Plötzlich ging es am 4. Brett dann doch schnell, da Julian den durchschlagenden Erfolg von Carstens Angriff etwas unterschätzt hatte und die Erste ging mit überzeugenden 3,5:0,5 Punkten in Führung. Viel fehlte nun nicht mehr zum Sieg. An Brett 2 und 5 gingen hin und wieder Remisangebote ein, die aber alle abgelehnt wurden. Inzwischen hatte sich an Brett 1 die Stellung nach mehreren Opfern von Uwe Ritter, der auf die Provokationen von Dennis Weber eingegangen war, so verändert, dass Dennis mit 3 Leichtfiguren und einem Turm mit zentraler offener Königsstellung gegen Dame und Läufer von Uwe kämpfen musste. Sollte Dennis seine Position stabilisieren können, sollte man ihm den Vorzug geben. Sollte es Uwe gelingen, mit Bauernunterstützung den König weiter ins Freie zu treiben und Drohungen an verschiedenen Flügeln zu schaffen, würde die Bewertung umgekehrt ausfallen. An Brett 2 und 3 wurde mit lediglich 1,5 Minuten gegen über 30 in sehr komplizierten Positionen gekämpft aber Tom Peters und Sebastian Beer sind alte Zeitnotstrategen und so wurde dem Mannschaftsleiter noch nicht vollkommen schlecht.

Brett 5 egalisierte sich stellungsmäßig dann zunehmend, das Läuferpaar löste sich in Luft auf und es blieb jeweils ein Turm mit gleicher Bauernanzahl und einem friedlichen Remisschluss zum 4:4. An Brett 2 folgte Tom dem Hinweis, Klaas Ansmann doch noch mal Remis anzubieten und stieß beim Gegner erfreulicher Weise nicht auf taube Ohren, so dass der Mannschaftssieg für die 1. Mannschaft schon mal eingetütet war. Brett 1 und 3 entwickelten sich in Zeitnot dann doch nicht mehr so erfreulich. Dennis war leider etwas zu optimistisch und öffnete einen Flügel, statt ihn geschlossen zu halten, was Uwe die Möglichkeit der verschiedenen Flügelschwächen einräumte, die Dennis dann am Ende auch das Genick brachen. Mit geschlossenem Flügel wäre ein Unentschieden sehr gut möglich gewesen. Martin Wichelmann nutzte die Zeitnot des Gegners ebenfalls gut aus und konnte die geschwächte Fianchettoposition des gegnerischen Königs immer weiter unterminieren, 2 Bauern gewinnen und am Ende auch die Partie zu einem denkbar knappen 4,5:3,5. Wie es ohne den Pluspunkt zu Beginn des Wettkampfes ausgegangen wäre, möchte man sich gar nicht ausmalen.

Ebenfalls gegeneinander antreten mussten die Schachfreunde der 4. und 5. Mannschaft in der Kreisliga Jade-Weser. Hier setzte sich die Erfahrung gegen die Jugend mit 3:1 durch. Für die 4. Mannschaft punkteten Evgeny Bessonov, Hans-Ulrich Wasmus und Ulrich Samailus. Einen Achtungserfolg konnte der Nachwuchsjugendliche Felix Wienberg gegen Erich Sehrbrock erlangen.

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