Samstag, 25. Januar 2020, 16:07 Uhr
Schach / Denksport / Mannschaftswettkämpfe

Glückliche Springerverfolgung des Tabellenführers

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Ammerland 1 schlägt Emden mit 5:3

Bad Zwischenahn / Rastede / Oldenburg Beim Auswärtsspiel in Emden bekam es Ammerland 1 als Tabellenzweiter mit dem Tabellendritten Emden zu tun. Nominell etwas stärker besetzt waren die Kämpfe gegen die langjährigen Schachfreunde immer hart umstritten. Diesmal konnten die Springer sogar mit einem geschenkten Punkt starten, da Emden nur mit sieben Leuten antrat. Trotzdem sollte es alles andere als ein Spaziergang werden.

An Brett 1 gab es zwischen Uwe Ritter und Andreas Kerker sehr verwickeltes Spiel, was noch keine Deutung auf eine weitere Partieentwicklung zugunsten eines Spielers zuließ. Oke Wübbenhorst erfreute sich einiger Bauerngewinne am 2. Brett, die der Gegner einfach so herschenkte. Dafür bekam dieser ein kräftiges Läuferpaar mit offener Position. Die Frage, ob sich dies in einen gewaltigen Angriff überführen ließ, bestimmte den weiteren Ausgang der Partie. Brett 3 bot für Sebastian Beer nach 10 Zügen eine überlegene Position, die aber dann wieder abflachte und eine unklare Stellung hinterließ. Bei Carsten zur Brügge war in schwieriger Position am 4. Brett nach 10 Zügen auch noch keine sichere Einschätzung vorzunehmen, ebenso wie bei Martin da Costa an Brett 6.  Henning Reins verpasste am 8. Brett leider im 15. Zug eine Gewinnstellung und ließ den Zuschauer danach über den weiteren Partieverlauf ebenso im Dunklen. Gegen einen Skandinavier spielte Thomas Künzler furios auf und übersah dabei in äußerst verwickelter Stellung einen überlegenen Gegenangriff des Gegners. Glücklicherweise machte es ihm dieser nach und ließ für Thomas eine vorteilhafte Stellung zurück, die dieser nach 30 Zügen in ein 2:0 für die Ammerländer umwandeln konnte.

Oke gelang es, die aggressive Stellung seines Gegners zu entschärfen, indem er seine Dame für Turm, Läufer und eine gewonnene Position gab. Das Ergebnis erhöhte sich auf 3:0 und wurde durch Carsten zur Brügge zum 4:0 gesteigert, da dieser seinen Gegner zu einem unüberlegten Angriff verleitete. Der Konter überraschte den Emder Schachfreund kalt und ließ ihn kurz danach die Waffen strecken.

Eine ähnliche Idee verfolgte Uwe, der seinem Gegner einen Springer anbot, was diesen in eine sofortige Verluststellung geführt hätte. Leider standen ihm aber noch einige sehr vorteilhafte Zwischenzüge zur Verfügung und so kehrte sich die Stellung komplett ins Gegenteil um und brachte den Emdern den ersten Sieg zum 4:1. Bei Henning ging es nach wie vor hin und her. Es war ihm zunächst möglich, erneut eine Gewinnstellung im Übergang zum Bauernendspiel zu erreichen. Dies war ihm allerdings in sehr komplizierter Position entgangen und so führte ein ungenauer Zug den Gegner auf die glückliche Siegerstraße zum 4:2. Martin und Sebastian kämpften derweil ebenso weiter um einen Sieg. Hier war allerdings durch genaues Spiel der Gegner nicht mehr zu holen als ein jeweiliges Remis. Sebastian Beer konnte dies durch ein schönes Qualitätsopfer besiegeln, welches seinem Gegner keine Möglichkeit mehr ließ, in dessen Stellung einzudringen. Mit diesem zwar verdienten aber doch etwas glücklichen Sieg konnte Ammerland 1 die unmittelbare Verfolgung auf den überragenden Tabellenführer Lingen 2 verteidigen, der es in der gleichen Runde mit der zweiten Mannschaft der Schwarzen Springer zu tun hatte.  

Hier gab es zwei Achtungserfolge, die den überlegenen Sieg der Lingener aber nicht in Abrede stellen konnten. Gerd Wiechmann gelang ein Remis und Martin Wichelmann sogar ein Sieg gegen nominell deutlich überlegene Gegner. Martins Gegner verlor im verwickelten Mittelspiel den Faden und ließ Martin die Aktivierung seines schwarzfeldrigen Läufers Richtung Königsstellung zu. Die sich daraus ergebenden Drohungen vermochte der Lingener Spieler irgendwann nicht mehr zu parieren.

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