Montag, 06. Februar 2017, 21:47 Uhr
Die letzte Chance für Ofen und umzu / Betreutes Wohnen / Pflegebedürftigkeit

Gutbesuchter Info-Nachmittag des SoVD Ofen

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Der SoVD- Ortsverband Ofen führte am Samstag, 4. Februar, einen gutbesuchten Info-Nachmittag zu den Themen "Änderungen des Ende 2015 verabschiedeten Pflegestärkungsgesetzes", und „Betreutes Wohnen für ältere Menschen auch in Ofen durch.

Bad Zwischenahn / Ofen / Oldenburg 65 Personen, darunter auch Marie-Luise Rosché, Frauensprecherin des über 4 600 Mitglieder zählenden Kreisverbandes Ammerland im 1917 als Reichsbund gegründeten Sozialverband Deutschland e.V. (SoVD), der Fraktionssprecher der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen und örtliche Ratsherr und Kreistagsabgeordnete Georg Köster, Detlef Beyer, Besitzer im Vorstand der FDP Bad Zwischenahn, und August Lehmann, Schriftführer des Ortsbürger- und Heimatvereins Ofen, nutzten am Samstag, 4. Februar, den Info-Nachmittag des SoVD-Ortsverbandes Ofen im Gemeindehaus der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Ofen.

Themen waren die zum 1. Januar diesen Jahres in Kraft getretenen Änderungen des Ende 2015 verabschiedeten Pflegestärkungsgesetzes, „Betreutes Wohnen für ältere Menschen“  und die mögliche Schaffung einer entsprechenden Einrichtung für „Betreutes Wohnen“ in Ofen.

Mit dem Ofener Wolfgang Mickelat, seit vielen Jahren 2. Vorsitzender desSoVD-Kreisverbandes Ammerland, langjähriger Ratsherr und Kreistagsabgeordneter und seit vielen Jahren ebenfalls Mitglied des sozialpolitischen Ausschusses des SoVD auf Bundes- und Landesebene, und Anna Pfeiffer vom Seniorenstützpunkt des Landkreises Ammerland erlebten die Gäste zwei kompetente Referenten, die anschließend auch Fragen beantworteten.

Mickelat erläuterte nicht nur die Änderungen in der Pflege und in der Pflegeversicherung, er erläuterte auch den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff, der dazu geführt hat, dass jetzt auch Menschen mit Demenz oder psychischen Erkrankungen als pflegebedürftig anerkannt und eingestuft werden und stellte die geänderten Leistungen in den einzelnen Pflegegraden dar.

Rainer Cordes, 1. Vorsitzender des SoVD-Ortsverbandes wies darauf hin, dass Sozialberaterin Susanne Peter vom Beratungszentrum des SoVD-Kreisverbandes Ammerland in Westerstede über soziale Rechte in den Bereichen Renten-, Kranken-, Unfall-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, Rundfunkgebührenbefreiung, Schwerbehindertenrecht, soziales Entschädigungsrecht, Sozialhilfe, Grundsicherung, Wohngeld, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung berät und jeden 1. Dienstag im Monat um 13:30 Uhr im Gemeindehaus der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Ofen, Kirchstraße 9, 26160 Bad Zwischenahn vor Ort ist, um Ratsuchende, Mitglieder und Nichtmitglieder, zu beraten und Anträge aufzunehmen.

Der SoVD berät nicht nur, er hilft auch durch den Dschungel der Bürokratie, beispielsweise bei Antragstellungen und Widerspruchsverfahren.

Bevollmächtigte, Volljuristen des SoVD, vertreten Mitglieder und Anspruchsberechtigte vor den Sozialverwaltungen und Sozialgerichten.

Weitere Auskünfte erteilt das Sozialberatungszentrum Ammerland des SoVD, Wilhelm-Geiler-Straße 1a, 26655 Westerstede, unter der Telefonnummer 04488/2510,           http://www.sovd-ammerland.de/, E-Mail: info@sovd-ammerland.de, oder der 1. Vorsitzende des SoVD-Ortsverbandes Ofen, Rainer Cordes, unter der Telefonnummer 04486/923655, Handy: 0152/01961388 oder per Mail an rainer.cordes@online.de.

Das Sozialberatungszentrum Ammerland des SoVD Ammerland ist von Montag bis Donnerstag von 08.30 Uhr bis 12:30 Uhr und jeden Mittwoch von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet.

Im Anschluss gab Anna Pfeiffer allgemeine Informationen zum Thema „Betreutes Wohnen für ältere Menschen“.

Für die Bauerschaften Bloh-Nord, Flugplatzsiedlung Oldenburg, Ofen, Wehnen und Westerholtsfelde ist das Thema auch sehr aktuell.

Es gibt zwar in Ofen drei Pflegeeinrichtungen aber bisher kein Angebot für „Betreutes Wohnen“ für die älteren Bürger/-innen dieser Bauerschaften.

„Das möchte der SoVD-Ortsverband Ofen gerne geändert sehen, einen alten Baum verpflanzt man nicht, wir wissen, dass Bedarf vorhanden ist!“, betonte Rainer Cordes, 1. Vorsitzender des SoVD-Ortsverbandes Ofen.

Da die Gemeinde Bad Zwischenahn an der Stadtgrenze zu Oldenburg westlich der August-Hinrichs-Straße eine 4,2 Hektar große Fläche erworben hat und aktuell beplant, sieht der SoVD-Ortsverband Ofen hier die letzte Chance für „Betreutes Wohnen“.

Weitere Wohnbauflächen werden mangels Verfügbarkeit und Bedarf in nächster Zeit in der Bauerschaft nicht ausgewiesen werden.

Vorgesehen sind in dem erworbenen und in Planung befindlichen Gebiet u.a. zwei Grundstücke für „zweistöckigen Geschosswohnungsbau“, auch als Stadtvillen bezeichnete Mehrfamilienhäuser.

Hier könnte und sollte aus Sicht des SoVD-Ortsverbandes Ofen, wie erst kürzlich auf dem ehemaligen Schützenhofgelände in Petersfehn geschehen, eine entsprechende Einrichtung für „Betreutes Wohnen“ in Ofen geschaffen werden.

Im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplan hat der SoVD-Ortsverband Ofen eine entsprechende Anregung gegeben.

Falls erforderlich, wird der SoVD-Ortsverband Ofen einen Antrag bei der Gemeinde Bad Zwischenahn einreichen, um in dem künftigem Ofener Baugebiet ein Einrichtung „Betreutes Wohnenin Ofen“ seitens der Gemeinde Bad Zwischenahn zu schaffen.

Die örtlichen Ratsherren und Kreistagsabgeordneten Wolfgang Mickelat (SPD), Vorsitzender des Sozialausschusses des Ammerländer Kreistages, und Georg Köster (Bündnis 90 / Die Grünen) räumten der Möglichkeit, in Ofen im künftigen Neubaugebiet "Betreutes Wohnen" in Zusammenarbeit mit der Ammerländer Wohnungsbaugesellschaft und einem Betreiber zu schaffen, gute Chancen ein.

Für den kurz-, mittel- und langfristigen Bedarf „Betreutes Wohnen“ muss die Gemeinde aber Rückmeldungen haben.

Ansprechpartnerin bei der Gemeinde Bad Zwischenahn, Am Brink 9, 26160 Bad Zwischenahn, für Interessierte ist Frau Nienaber, Amt für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, Telefon 04403 / 60 42 30, Mail: nienaber@bad-zwischenahn.de .

Der SoVD-Ortsverband Ofen rät am „Betreuten Wohnen“ Interessierten, sich möglichst kurzfristig schriftlich oder per Mail mit Frau Nienaber in Verbindung zu setzen.

Mit viel Beifall bedankten sich die Gäste, darunter auch viele Nichtmitglieder des SoVD, aber nicht nur bei den Referenten Anna Pfeiffer und Wolfgang Mickelat, die Ihre Themen verständnisvoll darstelten, sondern auch bei Erika und Hans-Hermann Sander, Hildburg Bischof, Ingeborg Grotheer und Annegret Harmuth, alle Vorstandsmitglieder des SoVD Ofen, die den Raum nicht nur liebevoll hergrichtet hatten, Kaffee / Tee, ein Stück Obstkuchen von der Stadtbäckerei Oldenburg und Kaltgetränke servierten, den Auf- und Abbau im Gemeindehaus vornahmen und den Abwasch vornahmen und Marion und Thomas Hoffmann von der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Ofen, die am freien Samstag u.a. dafür sorgten, dass Beamer und Leinwand zur Verfügung standen und die Präsentation zum Laufen brachten.

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